Fußball-Verbandsligist 1. FC Lok Stendal mit ersten Heimspiel gegen Titelfavoriten VfB Merseburg

Aus Niederlagen lernen

Der gefährlichste Stendaler: Benedikt Nellessen ist die Torgefahr bei Lok. Auch er kann sich besser präsentieren als bei der 0:1-Niederlage gegen Burg. Foto: Haack

Stendal. Aus Niederlagen heißt es zu lernen. Dahingehend ist der 1. FC Lok Stendal auf dem besten Weg. „Wir wissen, was wir verkehrt gemacht haben und das ist das Gute“, erklärt Lok-Trainer Sven Körner.

Nach der 0:1-Pleite zu Auftakt der Saison beim Burger BC soll beim ersten Heimspiel am Sonntag um 14 Uhr gegen den VfB IMO Merseburg eine andere Stendaler Mannschaft in der Verbandsliga auftreten.

Einfach gesagt: Alles das, was in Burg nicht lief, soll gegen die Merseburger besser werden. Dazu zählt etwa aus einer guten Ordnung zu spielen, Rhythmuswechsel im Spiel zu haben und in einem hohen Pressing zu agieren. Hört sich gut an, aber am wichtigsten ist beim Fußball die Einstellung. Und die muss anders sein. „Wir wollen mutig und überzeugt sein“, erläuert Lok-Trainer Körner. Beim Blick auf den ersten Gegner im heimischen Stadion „Am Hölzchen“ muss Stendal auch selbstbewusst auf dem Platz stehen.

Für Körner zählen die Merserburger zu den Titelfavoriten. Die Mannschaft um den Ex-Profi und Kapitän Nico Kanitz (Hallescher FC) sei „eine sehr unbequeme Mannschaft“, weiß der Coach. Sondermaßnahmen, etwa eine Manndeckung, ergreift Lok deshalb aber nicht. Die Stendaler verteidigen ohnehin im Raum und bilden Blöcke. Das 1:1 des VfB am ersten Spieltag gegen den SV Dessau (Torschütze Kanitz) flößt auch nicht unbedingt Furcht ein, das Lok 0:1 aber eben auch nicht.

Mit eigener Stärke und mithilfe der Zuschauer könnte Besserung eintreten. Körner hofft auf die Unterstützung der Anhänger und durch die Sonntagspiele in der Verbandsliga („Das ist super“) könnte auch mehr Publikum am Hölzchen erscheinen, „dass die Jungs pusht“. Franz Erdmann wird das nicht erleben. Auf dem Rasen hätte er vielleicht gestanden doch am Sonntag befindet sich der Mittelfeldmann im Urlaub. Die anderen Spieler aus dem Lok-Kader können ihren Lernprozess fortsetzen. Die Pleite vergessen machen: Mit einem Sieg hätte das Lernen gleich ein Erfolgserlebnis mit sich gebracht.

Von Benjamin Post

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