Fußball: 1. FC Lok nach DFB-Pokal-Workshop zuversichtlich bezüglich Ausrichtung im „Hölzchen“

„Es ist nicht aussichtslos“

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Pyrotechnik ist im DFB-Pokal-Spiel gegen Arminia Bielefeld natürlich nicht erwünscht, ansonsten hat das „Hölzchen“ aber gute Chancen, als Austragungsort zugelassen zu werden.

Frankfurt/Stendal. Der SSV Ulm trifft auf Titelverteidiger Eintracht Frankfurt, Drochtersen/Assel hat das große Los Bayern München gezogen und der 1. FC Lok Stendal freut sich auf Traditionsverein DSC Arminia Bielefeld.

Insgesamt 28 Amateurvereine stecken derzeit mitten in den organisatorischen Vorbereitungen für die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde – mit dem Ziel, das Spiel des Jahres im eigenen Stadion veranstalten zu können. Auflagen dazu hatte der Deutsche Fußballbund den Vereinen bereits zukommen lassen, am vergangenen Freitag fand nun ein Workshop in der Frankfurter Commerzbank-Arena statt. Für den 1. FC Lok Stendal war Geschäftsstellenleiterin Margit Bubke vor Ort.

„Es war schön, interessant und anstrengend“, resümierte die Stendalerin nach der insgesamt fünfstündigen Sitzung. Nochmals hatte der DFB die genauen Abläufe und Bedingungen erläutert, die von den Vereinen für eine Ausrichtung im eigenen Stadion erfüllt sein müssen. Egal ob Sicherheit, Werbung, Presse. Alles kommt auf den Prüfstand und muss den DFB-Normen entsprechen. Das Stendaler „Hölzchen“ gehört in der Oberliga zwar zum gehobenen Standard, ist aber auf die gefragten Profi-Bedingungen nicht ausgelegt. „Wir müssen jetzt eng mit der Polizei und der Stadt zusammenarbeiten. Ich denke, es ist alles zu handhaben, aber es muss richtig angepackt werden. Es waren andere Vereine da, bei denen es schwieriger wird als bei uns“, berichtet Bubke.

Um die Amateurklubs bei der Vorbereitung nicht im Stich zu lassen, bekommt jeder Verein im Vorfeld zwei Betreuer vom DFB zur Seite gestellt. „Wir werden unterstützt, aber in die Hand nehmen müssen wir es schon selbst“, so Bubke. Viel Zeit bleibt Stendal nicht. Voraussichtlich bis Anfang Juli muss das Konzept für die Partie gegen die Bielefelder stehen, denn der Verband möchte die Pokalspiele zeitnah genau terminieren. Zuvor soll es auch noch eine offizielle Stadionabnahme geben. Einen konkreten Termin dazu haben die Stendaler aber noch nicht erhalten.

Wie es im Idealfall aussehen könnte, bekamen die Workshop-Teilnehmer in der Commerzbank-Arena vor Augen geführt – unter anderem im Rahmen einer Besichtigung der Kabine der Frankfurter Eintracht. „Solche Bedingungen können wir natürlich nicht erreichen, aber die Durchführung in unserem Stadion ist nicht aussichtslos“, meint Bubke zuversichtlich.

Von Tobias Haack

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