Fußball-Landesliga: Kreveser SV erwartet die zuletzt siegreichen Letzlinger zum Altmarkderby

„Never change a winning Team“

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In den bisherigen Heimspielen gegen Germania Olvenstedt und der TSG Calbe gab es für die Mannen vom Kreveser SV nichts zu bestellen. Ein Tor wollte ihnen dabei auch nicht gelingen. Tore wie Punkte sollen im Altmarkderby folgen.

Krevese. Vor dem ersten Vergleich dieser Spielzeit zwischen Ost- gegen West-Altmark in der Fußball-Landesliga könnten die Vorzeichen nicht unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite steht mit dem Kreveser SV der punktlose Tabellenletzte, dem es an allen Enden im Schuh drückt.

Sowohl die Personalsituation ist am Gänseberg traditionell angespannt, als auch die positiven Erlebnisse blieben bisher aus. Auf der anderen Seiten stehen die Heider-Kicker aus Letzlingen, die zwar erst kurz vor dem Saisonstart in Thilo Stimbra einen neuen Übungsleiter fanden, doch sich mit zwei Siegen, zwei Niederlagen und ein Remis auf Tabellenplatz zehn halten. Zudem gelang es den westaltmärkischen Kickern in der Landesliga bereits zu überraschen, als sie Germania Halberstadt II mit 4:2 auf die Heimreise schickten.

Für den Kreveser SV ist die dritte Saison in der Landesliga wahrlich kein Zuckerschlecken. Problemstellen gibt es zu Hauf. In der Offensive fehlt die nötige Konsequenz und auch das gewisse Glück im Abschluss. Gegen die dicht gestaffelte KSV-Verteidigung ließen sich die bisherigen Gegner Olvenstedt, Thale, Westerhausen, Calbe und Irxleben mit viel Geduld immer wieder Ideen einfallen, die sie zu Fall brachte. Böse unter die Räder kam die Elf von Holm Hansens vor Wochenfrist, als sie beim SV Irxleben schon zur Pause mit 0:5 zurücklagen.

Die bisherigen Heimautritte machen Mut, wenngleich sie beide zu Null verloren gingen. Dennoch spielte der KSV vor eigenem Publikum über weite Strecken einen ordentlichen Ball, verloren dann aber aufgrund der mangelnden Chancenverwertung. Es bleibt aus Sicht der KSV zu hoffen, dass sich die gegen Letzlingen ändert.

Für Heide-Coach Thilo Stimbra spielt die derzeitige Tabellensituation keine Rolle. „Beide Mannschaften kennen sich gut. Die Kreveser werden daheim mit Sicherheit kämpferisch und läuferisch alles geben. Diese Tugenden erwarte ich von meinen Mannen auch, wir müssen von Beginn an dagegenhalten und die Zweikämpfe annehmen.“

Nach dem 3:1-Heimsieg gegen Thale reisen die Letzlinger mit gestärktem Selbstvertrauen an. Stimbra sieht seine Vertretung bei 95 Prozent Leistungsvermögen angekommen, die Mannschaftsteile harmonierten zuletzt recht ordentlich miteinander. „Die Rädchen greifen immer besser ineinander“, freut sich der Trainer, der hofft, dass seine Elf nun auch auswärts etwas Zählbares mitnehmen kann. Eine Steigerung ist aber noch in puncto Chancenwertung nötig. Gegen Thale ließen die Letzlinger einige Möglichkeiten ungenutzt. Da es auswärts zumeist etwas weniger Offensivaktionen gibt, müssen diese auch konsequent genutzt werden.

Entwarnung gibt es auch an der Personalfront, erstmals hat Thilo Stimbra seinen kompletten Kader beisammen. Torhüter Marc Mette trainiert wieder, aufgrund der zuletzt guten Leistungen von Thomas Lübke dürfte es auf dieser Position aber keinen Wechsel geben. Auch Ingo Wiechmann und Sebastian Oelze stehen diesmal zur Verfügung. Ob Thilo Stimbra einen Wechsel vornimmt oder sich von Sir Alfred Ernest Ramsey leiten lässt, dessen Aussage „Never change a winning Team“ (nie eine siegreiche Mannschaft ändern) für viele Trainer Gesetz ist, hängt auch von den Eindrücken des Abschlusstrainings ab, das letzte Aufschlüsse geben wird.

Von Renee Sensenschmidt und Falk-Stéphane Dezort

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