Fußball – Oberliga: 1. FC Lok strebt morgen in Rudolstadt den ersten Auswärtssieg an

Neustart in der Fremde

Steven Schubert ist beim 1. FC Lok Stendal auch in der Rückrunde weiter gesetzt. Beim morgigen Gastspiel in Rudolstadt werden einmal mehr die Defensivqualitäten des Mittelfeldspielers gefragt sein.
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Steven Schubert ist beim 1. FC Lok Stendal auch in der Rückrunde weiter gesetzt. Beim morgigen Gastspiel in Rudolstadt werden einmal mehr die Defensivqualitäten des Mittelfeldspielers gefragt sein.

Stendal. Neues Jahr, neues Glück, neue Grundformation. Für den 1. FC Lok Stendal beginnt morgen mit dem Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn Einheit Rudolstadt die Rückrunde der laufenden Oberliga-Saison.

Die Stendaler waren vor der Winterpause in sechs Spielen nacheinander sieglos geblieben und warten zudem immer noch auf den ersten Auswärtserfolg dieser Spielzeit. Grund genug für Trainer Sven Körner, in Thüringen auf ein neues System zu setzen.

Gegen die Rudolstädter, die ebenfalls seit fünf Partien auf einen dreifachen Punktgewinn warten, möchte Lok aus einer kompakten Formation heraus mit einer Fünferkette zum Erfolg kommen. Die Generalprobe dazu lief mit einem 2:2-Unentschieden im Testspiel gegen Optik Rathenow nach den Vorstellungen des Trainers. Die Abläufe sind drin, die Mannschaft ist bereit. Zwar fehlt mit dem noch immer gesperrten Christos Iereidis der etatmäßige Linksverteidiger, doch seine Lücke soll vom wiedergenesenen Martin Krüger geschlossen werden. Philipp Groß, Tim Schaarschmidt, Johannes Mahrhold und Martin Gebauer dürften den Fünferriegel komplettieren. Offensiv soll die Schnelligkeit des Trios Benedikt Nellessen, Niclas Buschke und Max Salge den gewünschten Erfolg bringen.

Bereits beim 2:0-Erfolg im Hinspiel war es die Stendaler Geschwindigkeit, die dem Gegner zu schaffen machte. An den Rudolstädtern schätzt Körner im Vorfeld besonders deren Abgebrühtheit: „Es ist eine Mannschaft, die sehr erfahren ist und über Spieler mit einer guten individuellen Qualität verfügt.“

Allerdings sollen für die junge Stendaler Elf weder der Kontrahent noch die eigene erneuerte Formation die Hauptrolle spielen. Vielmehr möchte ihr Trainer auch endlich mal auf fremdem Platz die Grundtugenden abgerufen wissen. „Wir müssen mutig sein und dort aggressiv auftreten“, verlangt Körner. Allzu oft gelang das seinem Team in der laufenden Spielzeit auswärts freilich noch nicht.

Drei Punkte in Rudolstadt wären daher nicht zuletzt auch für den Kopf wichtig. Eine gewisse Bedeutung kommt der Partie auch im Hinblick auf die Tabelle zu. Für beide Mannschaften wird es darum gehen, sich mit einem Erfolg vom Tabellenkeller zu entfernen.

Personell muss der 1. FC Lok Stendal weiter auf Stammtorhüter Bryan Giebichenstein verzichten. Er hat seine Muskelverletzung noch immer nicht auskuriert. Für ihn rückt der tschechische Neuzugang Lukas Kycek zwischen die Pfosten.

• Voraussichtliche Aufstellung: Kycek - Krüger, Groß, Schaarschmidt, Mahrhold, Gebauer - Erdmann, Schubert - Nellessen - Buschke, Salge.

Von Tobias Haack

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