FUSSBALL – OBERLIGA: Lok Stendals neuer Stürmer hat Ansprüche

Neumann fordert sich heraus

Eine seiner Stärken: Denis Neumann (am Ball) soll als neuer Stürmer beim Oberligisten 1. FC Lok Stendal die Bälle behaupten und vorn für Gefahr sorgen.
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Eine seiner Stärken: Denis Neumann (am Ball) soll als neuer Stürmer beim Oberligisten 1. FC Lok Stendal die Bälle behaupten und vorn für Gefahr sorgen. 

Stendal – „Wir sind ja mit Barleben damals runtergegangen in die Verbandsliga (Saison 2017/18, Anm. d. Red. ). Und da war für mich kein attraktiver Oberligaverein dabei. Dementsprechend habe ich das Jahr in der Verbandsliga verbracht.

Habe aber gemerkt, dass das nicht mein Anspruch ist. “ Denis Neumann, neuer Angreifer beim 1. FC Lok Stendal, fordert sich beim Oberligisten heraus. Der Neuzugang von Fortuna Magdeburg hat Ansprüche an sich selbst. Welche das sind, hat er im Gespräch mit der Altmark Zeitung verraten.

„Ich will mich als Stammspieler integrieren und halt auch eine Führungsposition einnehmen. Aufgrund meines Alters, denke ich, muss ich das auch“, stellte Neumann nach der 3:5-Testniederlage am Sonnabend gegen den FSV Barleben klar. Somit versucht der 29-Jährige, eine Lücke im Lok-Kader zu schließen, die Trainer Jörn Schulz noch fehlt: Ein lautstarker Spieler, der sich auf dem Platz äußert und seine Mitspieler antreibt.

Damit hätte Neumann kein Problem. Er geht am liebsten selbst voran. „Das habe ich bei Fortuna Magdeburg schon gemacht. Da war ich mit der Älteste, so wie hier auch in der Mannschaft. Ich passe da gut in die Rolle rein, die Spieler zu motivieren.“ Dass die Entscheidung im Sommer auf den 1. FC Lok Stendal fiel, hat mehrere Gründe. Neumann will noch einmal in der Oberliga angreifen. Der Trainer spielte ebenfalls eine Rolle. Schulz und Neumann kennen sich bereits aus gemeinsamen Zeiten in Barleben. Und: „Ich habe ein paar Kumpels hier und dementsprechend war die Wahl einfach.“

Eine bestimmte Sache schätzt Denis Neumann an Jörn Schulz besonders. Sein Coach sei selbst Spieler gewesen und wisse, wie es sich auf dem Platz anfühlt. „Er ist kein Taktiker, hat auch die Emotion. Ich finde das immer besser, wenn ein Trainer Emotionen hat.“ Der robuste und zweikampfstarke Angreifer will Stendal aber nicht nur verbal helfen. Neumann ist der Typ, der den Eisenbahnern vorn gefehlt hat. Neumann: „Deswegen hat der Trainer mich auch geholt.“

Der großgewachsene Neuzugang weiß auch um seine Aufgaben auf dem Platz: „Bälle festmachen, verteilen und Tore schießen.“ In den bisherigen Testspielen hat der Wunschstürmer von Jörn Schulz genau das gezeigt. Er arbeitet viel, ist anspielbar und erfüllt seine Aufgabe als Torjäger. In vier Vorbereitungsspielen gelangen Neumann fünf Treffer. Weitere sollen in den nächsten Pflichtspielen folgen.

Neumann will Lok das zurückgeben, wofür er geholt wurde. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem System agiert wird. „Der Trainer entscheidet das. Ich bin da offen und kann alleinige Spitze spielen, kann aber auch einen Partner haben, was mir natürlich viel erleichtert. Die Laufwege machen sich zu zweit immer besser“, so der gebürtige Magdeburger, der mit seiner körperlichen Präsenz für eine neue Wucht im Offensivspiel des 1. FC Lok Stendal sorgt.

VON PATRICK NOWAK

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