Hallenfußball: SV Grieben gewinnt Hallenkreismeistertitel und fährt zum Altmark-Masters

Neuling überrumpelt alle

Sebastian Soisson (links) und die SpG BSC Stendal/Lok II mussten sich im Finale dem SV Grieben (Danny Almeida Aquila) geschlagen geben. Fotos: Jacobs

Stendal. „Wir wollen das Halbfinale erreichen. Wenn ich mir die Teilnehmer so anschaue, denke ich aber, dass die SpG BSC Stendal/1.

FC Lok Stendal II das Rennen machen wird“, hatte Griebens Spieler Thomas Eckstedt vor der Endrunde zur Hallenkreismeisterschaft in Stendal gesagt. Mit dieser Einschätzung lag Eckstedt im nachhinein betrachtet gar nicht so verkehrt und dann doch daneben. Denn am Ende jubelte nicht die SpG BSC Stendal/Lok II über den Titel, sondern seine Manschaft – der SV Grieben. Im Finale zwischen beiden Teams, dass in der regulären Spielzeit torlos blieb, hatte der SVG im Neunmeterschießen die besseren Nerven und siegte mit 3:1.

Aaron Kaul verwandelte den entscheidenden Strafstoß für die Griebener und machte damit den totalen Triumph des Kreisoberligisten aus dem Elbedorf perfekt. Denn der große Siegerpokal war nicht die einzige Trophäe, die der SVG gewann. Siegtorschütze Kaul wurde mit vier Treffern bester Torjäger des Turniers und Torhüter Tobias Eckhardt wurde von den Verantwortlichen aller Mannschaften zum besten Torwart gewählt. Und, als wäre das noch nicht genug, lösten die Griebener durch den Titelgewinn auch das Ticket für das XXIV. Altmark-Masters der Altmark-Zeitung im kommenden Spieljahr.

Dabei musste der spätere Turniersieger, übrigens zum ersten Mal überhaupt für die Endrunde qualifiziert, in der Vorrunde bis zuletzt um das Weiterkommen zittern. Nach zwei Niederlagen gegen den späteren Finalgegner aus Stendal und den Osterburger FC, „mogelte“ sich der SVG nur dank des deutlichen 4:0-Erfolges gegen Preußen Schömhausen ins Semi-Finale. Die BSC Stendal/Lok II gewann die Gruppe B indes souverän.

Spannend war es auch in Gruppe A. Der SV Krüden Groß Garz spielte sich, angepeitscht von seinen vielen lautstarken Fans, phasenweise in einen regelrechten Rausch und zog nach drei Siegen souverän ins Halbfinale ein. Großer Rückhalt war dabei Keeper Manuel Franke, der etliche Glanzparaden zeigte und den Titel als bester Torwart des Turniers ebenfalls verdient gehabt hätte.

Um Platz zwei stritten sich in ihrem letzten Gruppenspiel Preußen Doberkau und die SG Empor Kamern/Warnau II. Ein Remis hätte der SG gereicht, doch Dobberkaus Thomas Feibig machte kurz vor der Schlusssirene allen Hoffnungen ein Ende. Sein Kullertor sicherte den Preußen das Halbfinale.

In der Entscheidungsrunde waren dann alle Teams darauf bedacht, keinen Fehler zu machen. Und so kam es in beiden Halbfinals und, wie bereits erwähnt, im Finale zum Entscheidungsschießen. Hier zeigte Grieben sowohl gegen Krüden/Groß Garz als auch gegen die SpG BSC Stendal/Lok II keine Nerven und setzte sich somit die HKM-Krone auf. Krüden wurde letzlich dank eines 3:2-Erfolges im Neunmeterschießen gegen Dobberkau Dritter.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass die 410 Zuschauer in der Stendaler Bürgerparkhalle nicht nur ein spannendes, sondern vor allem ein Perfekt organisiertes Turnier erlebten. Neben dem Fußball wurde auch im Rahmenprogramm einiges (Dart-Turnier, Auftritt der Tanzgruppe „Bismarker Diamonds“) geboten.

Von Michael Jacobs

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