FUSSBALL – 3. LIGA Offensivschwäche des FCM hält an – 1:1 gegen KFC

Neues Jahr, altes Leid

Neuzugang Saliou Sané (l.) ließ seine Qualitäten im Spiel gegen den KFC Uerdingen aufblitzen. Dennoch reichte es für den 1. FC Magdeburg nur zu einem Remis.
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Neuzugang Saliou Sané (l.) ließ seine Qualitäten im Spiel gegen den KFC Uerdingen aufblitzen. Dennoch reichte es für den 1. FC Magdeburg nur zu einem Remis.
  • Sabine Lindenau
    vonSabine Lindenau
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So wird es schwer, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Drittligist 1. FC Magdeburg bot am Sonnabendnachmittag im Geister-Heimspiel gegen den KFC Uerdingen eine schwache Leistung. Und musste am Ende mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden zufrieden sein.

Magdeburg – „Ich glaube, dass wir ein ganz schlechtes Spiel gesehen haben, von beiden Mannschaften.“ Sören Bertram fand nach Abpfiff bei Magenta TV klare Worte.

Dabei war er es noch, der den FCM mit 1:0 in Führung gebracht hatte. „Aber bis dahin ist gar nichts passiert.“ Besser hätte es der Offensivspieler kaum zusammenfassen können. Die Magdeburger fanden offensiv so gut wie gar nicht statt. Die Probleme des Seuchenjahres 2020 sind die gleichen wie zu Beginn 2021. Dabei hatte sich die Elf von Trainer Thomas Hoßmang so viel vorgenommen. Bälle festmachen, tiefer attackieren, Lösungen schaffen, durchsetzen im 1 gegen 1: Nichts dergleichen gelang. In einem Spiel zweier Defensivmannschaften waren die Gäste feldüberlegen, kreierten in Halbzeit eins selbst aber auch keine Chancen. Obwohl die Winterpause sehr kurz war, taten sich die Kontrahenten schwer, ihren Rhythmus zu finden.

Die FCM-Führung fiel dann auch fast aus dem Nichts. Nach einem Foul an Kapitän Christian Beck schnappte sich Bertram den Ball. „Ich habe gesehen, dass die Mauer sehr weit im Zentrum stand“, meinte der Torschütze, der die Kugel sehenswert und mit Gefühl an dieser ins linke Eck vorbeischlenzte (42.). Die Hoffnung, der Standardtreffer könnte zum Dosenöffner werden, erstickten die Uerdinger nach der Pause aber im Keim. „Wir sind ganz schlecht aus der Halbzeit gekommen, haben quasi um das Gegentor gebettelt und es folgerichtig auch bekommen“, ärgerte sich Bertram, obwohl er endlich seine lange Tor-Durststrecke beenden konnte. Auch sein Trainer musste eingestehen: „Wir hatten schon viele schwierige Momente zu überstehen, hatten offensiv große Defizite und haben es Uerdingen leicht gemacht.“ Hoßmang musste im zweiten Abschnitt mehrere Chancen der Uerdinger mit ansehen. Der Elf von FCM-Ex-Coach Stefan Krämer gelang allerdings kein eigener Treffer. Tobias Müller fälschte einen Schuss von Gino Fechner nach dessen Sololauf zum 1:1 ins eigene Netz ab (54.). Kurz zuvor hatte FCM-Schlussmann Morten Behrens seine Mannschaft mit einer starken Doppelparade im Spiel gehalten.

Die Blau-Weißen blieben offensiv weiter ideenlos, ließen die vom Trainer geforderte Gier und Leidenschaft vermissen. Der KFC lag in so ziemlich allen Statistiken vorn. Erst, als Edvinas Girdvainis mit Gelb-Rot vom Rasen musste (78.), fanden die Gastgeber mehr Räume. Neuzugang Saliou Sané, der für Beck in die Partie kam (69.), gelang es zumindest, Bälle in der Box festzumachen. Die richtige Durchschlagskraft hatte aber auch er nicht. Auch, weil kaum Pässe in den gefährlichen Raum kamen. So konnte der FCM seine numerische Überzahl nicht nutzen und musste sich mit einem Punkt zufriedengeben. Auch wenn dieser eigentlich zu wenig ist. Viel Zeit, die Schwächen aufzuarbeiten, bleibt nicht. Schon morgen reist der 1. FC Saarbrücken zum Nachholspiel an. Hoßmang, der am Sonnabend keinen seiner Neuzugänge brachte, dürfte dies morgen noch einmal überdenken. Sané ließ seine Qualitäten aufblitzen. Auch Baris Atik und der dritte Neue Nico Granatowski könnten die Offensive wieder beleben. Kleiner Trost nach schlechtem Spiel: Die Rote Laterne konnte der FCM an Duisburg abgeben.

Tore: 1:0 Sören Bertram (42.), 1:1 Tobias Müller (54., Eigentor).

1. FC Magdeburg: Behrens - Ernst, T. Müller, Burger, Bittroff - Jacobsen, A. Müller (85. Jakubiak), - Conteh, Bertram (74. Bell Bell), Obermair - Beck (69. Sané).

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte Edvinas Girdvainis (78., Uerdingen).

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