Fußball – Oberliga: 1. FC Lok Stendal muss zum ebenfalls angeschlagenen VfC / Körner: „Wir müssen kühlen Kopf bewahren“

Neuer Anlauf gegen Plauen

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Keine Zeit zum Grübeln: Der 1. FC Lok Stendal (am Ball Marcel Werner) muss nach dem 1:5 im Nachholspiel vom Mittwoch am Sonntag schon wieder beim VfC Plauen ran. 

Stendal/Plauen. Der Auftakt der wichtigsten Saisonphase der Fußball-Oberliga, wie sie Sven Körner, Trainer des 1. FC Lok Stendal, betitelte, ist am Mittwochabend ziemlich in die Hose gegangen (die AZ berichtete).

Am Sonntag (14 Uhr) sind aber schon die nächsten drei Punkte ausgelobt. Die Eisenbahner reisen zum ebenfalls strauchelnden VfC Plauen.

Es war ein wirklich bitterer Fußball-Abend, den die Oberliga-Kicker des 1. FC Lok Stendal am vergangenen Mittwoch erleben mussten. Trotz sehr vernünftiger Leistung setzte es eine deftige 1:5-Schlappe. Stendal hatte es – abgesehen vom frühen 0:1 – „überragend gemacht“ in der ersten halben Stunde gegen Bernburg. Danach habe dann die Zielstrebigkeit gefehlt. Und trotz der Tatsache, dass das Stendaler Team eine gesamte Halbzeit in Unterzahl spielen musste, Nils Breda sah kurz vor dem Pausenpfiff die Rote Karte, blieb es spielbestimmend. Nur der Ertrag fehlte und hinten werden derzeit auch die kleinsten Fehler sofort eiskalt bestraft.

Lange Zeit zum Hadern und Nachdenken bleibt den Eisenbahnern aber nicht. „Das ist das Gute: Wir müssen nicht lange überlegen“, so Körner, der Plauen in einer ähnlichen Situation wie Stendal sieht – mit dem Unterschied, dass der VfC auf Rang fünf steht.

Nach der Insolvenzanmeldung und den damit verbundenen Abgängen befindet sich Plauen nicht nur wirtschaftlich, sondern nun auch sportlich auf dem absteigenden Ast. Deshalb sei Körners Mannschaft auch keineswegs chancenlos. „Es wird sehr viel über die mentale Schiene gehen“, macht der Coach klar, dass vieles im Kopf entschieden wird. Seine Mannschaft müsse Ruhe bewahren. Auch dann, wenn es wie zuletzt gegen Inter Leipzig und gegen Bernburg gleich mit der ersten Chance für den Gegner 0:1 steht. „Dann müssen wir einfach kühlen Kopf bewahren und weiter Fußball spielen.“

Dass sie es können, haben sie gegen Bernburg phasenweise eindrucksvoll bewiesen. Da war es dann wieder: das temporeiche und freche Offensivspiel der Stendaler, mit dem sie am Anfang der Saison besonders vor heimischem Publikum für Furore sorgten.

Es kommt jetzt nur noch darauf an, die guten Phasen auszuweiten und nicht zwischendurch den Faden und das Konzept zu verlieren. So war es nämlich gegen Bernburg. Körner: „Da haben wir dann nur noch lange Bälle gespielt.“ Und so die Kontrolle verloren.

Nach dem Plauen-Spiel bleibt indes wieder wenig Zeit zur Regeneration. Schon am Dienstag (14 Uhr) geht es dann im heimischen „Hölzchen“ gegen den VfL Halle.

Von Michael Theuerkauf

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