FRAGEN & ANTWORTEN zum Rückrunden-Start der Fußball-Landesklasse

Neue Trainer im Blickpunkt

Oliver Nagel wechselte in Arneburg überraschend vom Spielfeld auf die Trainerbank. Ob er aus einer mittelmäßigen Saison noch eine gute machen kann, ist eine der Fragen der Rückrunde.
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Oliver Nagel wechselte in Arneburg überraschend vom Spielfeld auf die Trainerbank. Ob er aus einer mittelmäßigen Saison noch eine gute machen kann, ist eine der Fragen der Rückrunde.

Altmark – 84 Tage ruhte in der Fußball-Landesklasse der Ball. Am kommenden Sonnabend startet mit der Partie Germania Tangerhütte gegen den Osterburger FC (12 Uhr) die für Meisterschaft und Abstiegskampf entscheidende Rückrunde.

Ehe es für die 14 altmärkischen Teams der Staffel wieder ernst wird, stellen sich vier Fragen. Die Altmark Zeitung versucht Antworten zu finden.

Wer holt den Titel?

Das Rennen um die Meisterschaft ist aktuell ein rein westaltmärkisches Duell zwischen Heide Letzlingen und Eintracht Salzwedel. Die routinierten Letzlinger gehen bei drei Zählern Vorsprung und dem minimal besseren Torverhältnis mit einem leichten Vorteil in die zweite Saisonhälfte, wobei die Eintracht als Verfolger bereits in der Endphase der Hinserie gehörig Druck aufgebaut hat. Das Prunkstück der Jeetzestädter ist ihre Defensive, die bislang gerade einmal acht Gegentreffer zugelassen hat. Getreu dem Motto „Die Abwehr gewinnt Meisterschaften“ dürfte Salzwedel noch beste Chancen haben. Aus der Ost-Altmark kann sich maximal der Möringer SV Hoffnungen auf den großen Wurf machen. Bei sechs Zählern Rückstand zur Spitze, braucht es allerdings ein mittelgroßes Wunder.

Wer muss um den Klassenerhalt bangen?

Im Tabellenkeller haben der punktlose SV Grieben und Grün-Weiß Potzehne eine miserable Hinrunde zu korrigieren. Während die Südost-Altmärker wohl nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt besitzen, ist für Grün-Weiß bei vier Zählern Rückstand zum rettenden Ufer noch alles drin. Allerdings muss Potzehne gleich zum Start hellwach sein: An den ersten sechs Spieltagen geht es gegen vier direkte Konkurrenten. Einer davon ist Aufsteiger Germania Tangerhütte, der gerade einmal zwölf Punkte gesammelt hat und ebenfalls in akuter Gefahr schwebt. Etwas komfortabler ist die Situation für den MTV Beetzendorf. Die Westaltmärker stehen sieben Zähler über dem Strich und können bereits zum Auftakt in Potzehne den ersten Matchball zum Saisonziel Klassenerhalt verwandeln.

Wer kann überraschen?

Anhand der gezeigten Leistungen in den Vorbereitungsspielen scheint wieder mit Saxonia Tangermünde zu rechnen zu sein. Der FSV – schon zu Saisonbeginn als einer der Favoriten gehandelt – hat auf einem soliden fünften Platz überwintert und nun offensichtlich im Offensivbereich einen Schritt nach vorne gemacht. Wie eine gute Rückrunde funktioniert, weiß die Mannschaft von Trainer Steffen Lenz bestens: In der Vorsaison war sie das zweitbeste Team nach der Winterpause. Luft nach oben haben neben den Kaiserstädtern auch noch der SV Liesten, der TuS Wahrburg und der Osterburger FC. Auch dieses Trio blieb bislang mehr oder weniger hinter den Erwartungen zurück, hat aber jederzeit das Potenzial, eine Serie zu starten.

Welcher neue Trainer funktioniert am besten?

Mit Möringen, Wahrburg, Arneburg und Potzehne haben gleich vier Vereine die Winterpause genutzt, um ihren Trainer zu wechseln. Das geringste Risiko dürfte dabei der Möringer SV eingegangen sein, da mit Heino Kühne der einstige Erfolgscoach zurück in die Verantwortung geholt wurde. Ganz anders in Wahrburg, Arneburg und Potzehne, wo mit Robert Riep, Oliver Nagel und Michael Friedrichs drei in der Landesklasse unerfahrene Cheftrainer das Ruder übernommen haben. Vor allem Friedrichs hat bei Grün-Weiß den Druck, sofort funktionieren zu müssen, da sich der Verein im Abstiegskampf keinen Fehlgriff erlauben darf.

VON TOBIAS HAACK

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