Handball-Nordcup-Endspiel Seehausen gegen Oebisfelde könnte nach Einspruch wiederholt werden

Neue Saison, altes Finale

+
Damals zweiter Sieger: Franziska Milchert und die SG Seehausen verloren im Mai das Finale gegen den SV Oebisfelde. Rund um das Spiel gibt es jetzt eine Wendung.

Seehausen/Oebisfelde. Dass dieses Spiel ein Nachspiel hat, war klar. Dass es zwischen der SG Seehausen und dem SV Oebisfelde ein neues Duell gibt nicht. So richtig klar ist das aber auch immer noch nicht.

Vielleicht folgt in der neuen Saison ein kurioses Spiel: Dann wird der Nord-Cup-Sieger im Handball der Frauen gesucht. Der aus der zurückliegenden Spielzeit... Und einer neuer.

„Zumindest haben wir die Möglichkeit, den Nord-Cup zu holen“, freut sich SGS-Handball-Abteilungsleiter Frank Leo. Dass das Finale 2017 wiederholt wird, sah SVO-Trainer Christian Herrmann gestern noch nicht. Leo und auch der SVO erhielten vom Verbandssportgericht des Handballverbandes Sachsen-Anhalt (HVSA) am Freitag eine E-Mail.

Rückblende: Im Endspiel Mitte Mai gewannen die Oebisfelderinnen mit 29:22 gegen die SGS – der wurden im Vorfeld der Partie aber zwei Spielerinnen gesperrt. Katja Steinke und Lea Dechnik machten nach einer Sperre aus einem Nordliga-Spiel, ausgerechnet gegen Oebisfelde, das Finale nicht mit. Das schwächte Seehausen, wie Leo erklärte. Gegen das Urteil des Sportgerichts und die Spielwertung legte der Handball-Chef Protest ein.

Allerdings passierte bis zum Abschluss der Saison am 30. Juni nichts. Sechs Wochen später nun endlich das Urteil. Drei Monate nach dem Endspiel gibt es eine Wendung. Die Sperre gegen Steinke (eigentlich bis Oktober) und Dechnik (bis Januar) ist aufgehoben, die Partie könnte neu ausgetragen werden – in der laufenden, neuen Spielzeit. „Die ausgesprochenen Strafen und Sperren sind damit hinfällig. Über die Neuansetzung entscheidet die Spielleitende Stelle, mithin der Pokalverantwortliche“, heißt es im Urteil des HVSA.

Für den SVO wäre es ärgerlich, denn Coach Herrmann attestierte seiner Mannschaft seinerzeit „das beste Spiel der gesamten Saison“. Die Oebisfelderinnen drückten der Partie von Beginn an ihren Stempel auf. Leo sieht dahingehend aber keinen Druck, wann ein neues Finale steigen könnte. „Wir werden einen Termin finden“, sagt er gelassen. Die SGS spielt allerdings in der neuen Spielzeit eine Etage höher, in der Sachsen-Anhalt-Liga. Mit dem Rivalen aus der Region, der in der Nordliga verbleibt, hat er so oder so kein Problem. „Wir haben ein normales sportliches Verhältnis“, findet Leo. In der neuen Saison könnte es dann zwei Nord-Cup-Gewinner geben: Einen alten und einen neuen ...

Von Benjamin Post

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare