Fußball – Landesklasse: Medizin-Coach Rico Matschkus freut sich über mehr Breite im Kader

Neue Perspektiven

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Mit dem SV Medizin Uchtspringe um Chris Schewe (links) ist wieder zu rechnen. Die Wintertransfers haben dem Landesliga-Absteiger neues Selbstvertrauen verliehen.

Uchtspringe. Dem SV Medizin Uchtspringe war im vergangenen Sommer eine schwierige Saison in der Fußball-Landesklasse prophezeit worden. Nach dem Abstieg aus der Landesliga hatten Trainer Jörn Schulz und einige Leistungsträger den Verein verlassen.

Als neuer Coach heuerte Rico Matschkus an. Adäquater Ersatz für die verlorenen Leistungsträger wurde nicht gefunden. Dennoch kämpften sich die Mediziner bis zur Winterpause auf einen beachtlichen neunten Platz und dürfen nun sogar wieder von höheren Zielen träumen. Der Grund: Uchtspringe präsentierte zuletzt vier Neuzugänge, inklusive zweier prominenter Rückkehrer.

Mit Stürmer Marcel Brinkmann und Defensivspezialist Michael Runge sind die beiden Schlüsselspieler der Aufstiegssaison ins Uchtdorf zurückgekehrt. Zudem ist Michael Adam seit kurzem spielberechtigt und auch Damian Ahrendt schloss sich dem Verein an. Die beiden Youngster haben unter anderem über mehrere Altersklassen hinweg eine fußballerische Ausbildung beim 1. FC Lok Stendal genossen. Vom einstigen Abstiegskandidaten könnte der SV Medizin in der Rückrunde nun wieder die Metamorphose zur Spitzenmannschaft vollziehen.

Rico Matschkus

Trainer Rico Matschkus kann den Start am kommenden Sonnabend gegen den SSV Gardelegen (13.30 Uhr) zumindest kaum noch erwarten. „Ich freue mich richtig auf die Rückrunde“, sagt er, „wir sind jetzt personell viel besser aufgestellt. Man merkt es auch schon im Training, dass es ein besseres Arbeiten ist.“ Für Titelfavorit Gardelegen dürfte es ein unangenehmer Start ins neue Jahr werden. Spätestens seit diesem Winter taugen die Uchtspringer wieder zum Stolperstein. Den Zeitpunkt, höhere Ziele auszurufen, sieht Matschkus aber noch längst nicht gekommen: „Wir haben uns den einstelligen Tabellenplatz zum Ziel gesetzt und werden davon auch nicht abrücken. Sollte mehr herauskommen, nehmen wir aber natürlich alles gerne mit.“

Die Zuversicht ist nach Uchtspringe zurückgekehrt. Nicht zuletzt deshalb, weil neben Brinkmann und Runge auch die Nachwuchsspieler dem Verein eine neue Perspektive geben. „Sie sind sehr gut ausgebildet. Michael Adam kann uns sofort weiterhelfen. Damian Ahrendt wird vielleicht noch ein bisschen Zeit brauchen. Leon Rothe ist nach seiner Verletzung auch wieder dabei und für uns auch wie ein Neuzugang“, schildert Matschkus, der plötzlich aus dem Vollen schöpfen kann.

Mit dem im vergangenen Sommer orakelten Abstiegskampf dürften die Uchtspringer in ihrer verbesserten Besetzung nichts mehr zu tun haben. Ihr Vorsprung beträgt ohnehin schon sieben Punkte.

Von Tobias Haack

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