FUSSBALL – 3. LIGA: Neuer FCM-Trainer soll den Teamgeist fördern

Neuanfang als Einheit

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Neuanfang beim 1. FC Magdeburg: Maik Franz, Leiter der Lizenzspielerabteilung (r.) und Pressesprecher Norman Seidler stellten Cheftrainer Stefan Krämer (l.) und die Ziele in Liga drei vor. 

Magdeburg – Neuer Trainer, 13 neue Spieler und viele neue Impulse: Wenn der Umbruch beim 1. FC Magdeburg erfolgreich funktionieren soll, müssen arrivierte Akteure und Neuzugänge schnellstmöglich zu einer Mannschaft zusammenwachsen. Denn Teamgeist ist kein unwesentlicher Faktor.

„Wir haben bewusst den Trainer ausgesucht, der eine Kernkompetenz in dem Bereich hat“, gibt sich Maik Franz zuversichtlich, dass die Integration problemlos gelingen kann. Stefan Krämer sei kommunikativ, nehme die Spieler mit. Und: „Er ist ein Motivator. Das zeigt er an der Linie, im Training und in der Kabine“, lobt der Leiter der Lizenzspielerabteilung beim 1. FCM den neuen Chefcoach. Er weiß, dass der Teamgeist in der schwierigen Phase im vergangenen Jahr abhandengekommen war. Doch zurückblicken wolle er jetzt nicht mehr.

Bis auf eine freie Planstelle sei der Kader komplett, was schon einmal eine gute Voraussetzung sei. „So können wir direkt anfangen mit der Integration“, sagt Franz. In der kommenden Woche ist ein Kennenlern-Camp mit mehreren teambildenden Maßnahmen geplant. Doch dieses sei nur ein Bestandteil des großen Ganzen. „Alle starten bei Null, komplett bei Null.“ Den Neuanfang zu meistern, solle aber nicht nur auf den Schultern des Trainers lasten. Mannschaft, Vereinsführung, Physioteam: Alle seien gefragt. Dass es nicht einfach werden wird, als Zweitliga-Absteiger in Liga drei zu bestehen, weiß Franz auch. „Wir müssen schnell zueinanderfinden. Das war immer eine große Stärke des FCM.“ Das sieht Krämer ähnlich. In den ersten Minuten in der Kabine habe er mit seinen Schützlingen auch darüber gesprochen, dass es Situationen geben werde, in denen es ungemütlich und schwierig werden kann.

„Wie es von dem Punkt an weitergeht, da entscheiden nicht unbedingt Talent oder Taktik. Da entscheidet, wie zusammen die Mannschaft ist. Wie wir es geschafft haben, eine Einheit zu werden oder auch nicht.“ Identifikation ist für den Trainer nicht nur ein Wort. Sein Anspruch ist es, die Spieler dorthin zu führen, dass sie sich alsbald so sehr mit dem Verein identifizieren, als würden sie nie wieder für einen anderen Club spielen. „Sodass jeder Magdeburg-Fan sagen kann, das ist eine Mannschaft, die es wert ist, das blau-weiße Trikot zu tragen.“

Eine Philosophie, die bei der Vereinsführung ankommt. Franz schätzt Krämers Art, mit Spielern umzugehen. Aber auch, wie er Fußball spielen lässt. Er setzt darauf, dass es Krämer gelingt, neue Impulse zu setzen. Eine Mischung aus der Magdeburger DNA und attraktivem Angriffsfußball zu finden. „Dieses permanente Pressen, Umschalten und Jagen dürfen wir nicht verlieren. Das muss die Basis sein. Aber wir wollen auch, wenn wir den Ball haben, Chancen kreieren und dem Gegner unser Spiel aufdrücken“, umreißt Franz das Ziel. Nach mehreren Gesprächen habe Stefan Krämer den besten Eindruck hinterlassen. Und sei deshalb der neue Cheftrainer geworden. „Er ist jemand, der Fußball lebt. Das ist für uns ganz wichtig.“ Gerade auch, weil es nach dem Abstieg so unerlässlich sei, schnell ein Team zu formen. Eines, in dem jeder für den anderen einsteht. Auch, wenn es mal brenzlig wird. In der 3. Liga, in der die meisten Teams auf einem hohen Level spielen, kann genau das am Ende entscheidend sein.

VON SABINE LINDENAU

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