Positiv überrascht

Neu-Trainer Hopperdietzel und die Hinrunde des TuS Bismark

Trainer Hopperdietzel gestikuliert.
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Auf einem guten Weg mit dem TuS Bismark: Nathanael Hopperdietzel.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
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Nach dem Umbruch im Sommer stand der TuS Bismark vor einer ungewissen Zukunft. Die Hinrunde in der Landesliga Nord lief dann erstaunlich gut, sodass Trainer Nathanael Hopperdietzel im Gespräch mit der AZ ein positives Fazit ziehen konnte. Das sagt er über ...

... den bisherigen Saisonverlauf:

„Dafür, dass es unsere ersten Spiele als Trainer waren, sind wir ein bisschen positiv überrascht, wie es lief. Natürlich hätten wir uns in zwei, drei Spielen etwas mehr gewünscht, aber es war genau die Sinuskurve, die man mit einer jungen Mannschaft erwarten kann. Grundsätzlich lief es positiv und mit dem Sieg im Ligapokal gegen Tangermünde (Anm d. Red.: 3:1 n.V.) hatten wir einen super Abschluss. Besser geht es nicht.“

... den guten Saisonstart mit zwei Siegen, der einiges erleichtert hat:

„Das hat uns als Trainern Selbstvertrauen gegeben und hilft natürlich auch in der Arbeit mit der Mannschaft. Die Jungs haben gesehen, dass es funktioniert, was wir erzählen. Aber auch die 0:5-Klatsche in Tangermünde hat uns geholfen, um Dinge zu erkennen und zu sehen, dass eben noch nicht alles Gold ist. Insgesamt hat die Hinrunde als Lernprozess super funktioniert.“

... die stabile Bismarker Abwehr als Schlüssel zum Erfolg:

„Ich war Abwehrspieler, Artem ist es immer noch. Von daher ist es natürlich irgendwo auch unsere Philosophie, stabil zu stehen. Artem selbst als Abwehrchef ist da natürlich auch wichtig. Er weiß genau, was er von seinen Mitspielern will und steuert sie dementsprechend. Sicherlich sieht man bei uns noch keinen Hurra-Fußball, aber die Offensive wird dann der nächste Entwicklungsschritt sein. Erstmal war es wichtig, mannschaftstaktisch stabil zu arbeiten.“

... neue Säulen, die sich nach den Abgängen von Führungsspielern im Sommer etablieren mussten:

„Christoph und Carlo haben Bismark natürlich über Jahre geprägt. Wir haben das aber gut gemacht. Artem ist wichtig in der Abwehr. Davor übernimmt Timon Motejat mit seinen jungen Jahren schon unglaublich viel Verantwortung. Alex Mayer hat sich unglaublich fit gemacht. Er ist vor dem Spiel wichtig als Motivator in der Kabine, geht aber auch auf dem Platz voran, agiert dort unglaublich physisch. Vorne haben wir Philipp Grempler, der ein Spiel an guten Tagen an sich reißt. Es sind aber auch alles Bismarker Jungs. Die Mannschaft ist ein Freundeskreis. Die kennen sich alle schon ewig und disziplinieren sich gegenseitig.“

... die nächsten Entwicklungsschritte:

„Strukturiertes Angreifen wird ein Thema sein. Wir wollen den Gegner auch mal früher unter Druck setzen. Gegen Saxonia haben wir das zuletzt schon mal ein paar Minuten probiert, aber das ist natürlich der falsche Gegner dafür. Wir wollen uns Stück für Stück das aktive Mittelfeldpressing erarbeiten. Im Vordergrund bleibt aber die Entwicklung der einzelnen Spieler. Notfalls gehen wir auch nochmal einen Schritt zurück, wenn wir das Gefühl haben, Spieler zu überfordern. Wenn wir das Nachholspiel gegen Bregenstedt gewinnen, sind wir komplett unten heraus. Dann können wir uns auf uns selbst konzentrieren und zur neuen Saison wollen wir dann schon reifer spielen.“

... die ersten Erfahrungen in der ungewohnt kleinen 12er-Staffel:

„Man kann nur sagen ‘Chapeau, FSA!’ Das hat wirklich funktioniert, wenn man es zum Beispiel mit der Kreisoberliga vergleicht. Wir haben die Hinrunde durchgespielt, während im Kreis, wo die Liga noch voll ist mit Mannschaften, vielleicht gerade mal ein Drittel ausgespielt ist. Jetzt muss man sehen, wie es weitergeht. Wenn unter 2G gespielt wird, würden bei uns einige Spieler nicht spielen können. Das wäre bei unserem kleinen Kader schwierig, und so geht es fast allen Mannschaften.“

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