Nervenflattern? Fehlanzeige!

Kalbes Christian Palutke (l.) gewann dieses Kopfballduell gegen Jübar/Bornsens Sören Knoke.Fotos (4): Buchholz

KUHFELDE. Dieses Finale hatte alles! Ein gutes Niveau, faire Zweikämpfe, vier Tore, 120 Minuten Spannung und ein dramatisches Finale im Elfmeterschießen, bei dem der VfL Kalbe das glücklichere Ende für sich hatte. Weil Jübar/Bornsens Steffen Mahlke bei seinem Schuss nur die Querlatte traf und VfL-Kapitän Christian Schmidt wenig später die Nerven behielt, ging der Kreispokal unter lautstarkem Jubel in den Besitz der Mildestädter über. Von Christian Buchholz

Alle umarmten sie Christian Schmidt. Der Mannschaftskapitän des VfL Kalbe setzte am Sonnabend den Schlusspunkt unter ein dramatisches Fußball-Kreispokalfinale der Männer. Denn er verwandelte den letzten Elfmeter, durch den der 7:5 (0:1/2:2/2:2)-Erfolg der Mertens-Elf perfekt war.

Kalbe fand auch besser in die Partie, diktierte in den ersten 15 Minuten das Geschehen. Dann wurde Jübar/Bornsen mutiger und ging in der 17. Minute prompt in Führung. Bei einem Freistoß von Steffen Schmidt stieg Christoph Meyer am höchsten und köpfte ins lange Eck zum viel umjubelten 1:0 ein.

Dieser Treffer tat dem Spiel der Jübarer/Bornsener, die nun die Initiative übernahmen, richtig gut. Zählbares sprang bei den vielen guten Möglichkeiten aber nicht heraus. Ein Freistoß von Christoph Meyer (30.), ein Versuch von Christopher Job (31.) und beste Gelegenheiten von Meyer (36.) und Sören Knoke (40.) brachten keinen Erfolg.

Nach dem Seitenwechsel war es immer wieder der Jübarer Felix Starck, der im Abschluss großes Unvermögen offenbarte. In der 49., 51. oder 60. Minute hätte er das zweite Tor für den FC erzielen müssen. Stattdessen kam Kalbe durch einen verwandelten Foulelfmeter von Enrico Lindemann zum 1:1 (61.). Der Torschütze wurde kurz zuvor von Steffen Schmidt im Strafraum von den Beinen geholt. Der Ausgleichstreffer sorgte dafür, dass der VfL das Spiel wieder an sich riss. Lohn für die verstärkten Bemühungen war der zweite VfL-Treffer durch Andreas Haak, der nach einem Pass von Lindemann FC-Keeper Michael Ritzke austanzte und zum 2:1 (76.) einschob.

Mit viel Selbstbewusstsein gingen die Mildestädter in die Schluss-Viertelstunde. Sie waren sich vielleicht zu sicher, denn fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit marschierte Jübar/Bornsens Anton Drenkmann bei einem Sololauf von der Mittellinie an Freund und Feind vorbei und brachte seine Mannschaft durch den Treffer zum 2:2 wieder zurück ins Spiel. Für den Sieg reichte es dennoch nicht. Schade für FC-Trainer Siegfried Wolter: Er verabschiedete sich ohne Titel.

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