FUSSBALL – 3. LIGA Ehrgeizige U19-Akteure im Profiteam dabei

Nachwuchsarbeit zahlt sich aus

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Philipp Harant.

Magdeburg – Die jahrelange Investition in den Nachwuchs macht sich bezahlt. Drei U19-Spieler und ein einstiger U19-Akteur haben einen Vertrag für die Drittliga-Mannschaft des 1. FC Magdeburg. Natürlich träumen sie von Einsatzzeiten.

Doch Philip Harant, Pascal Schmedemann, Marvin Temp und Anton Kanther wissen um ihre Rolle im Team.

In der Bundesliga-Mannschaft der U19 gehörten die Eigengewächse zum Stammpersonal. Nach dem Aufstieg vor gut einem Jahr gelang ihnen in der zurückliegenden Saison der Klassenerhalt. Temp, Schmedemann und Kanther haben nun den Sprung von der Jugend in den Profibereich beim FCM geschafft. Und noch ein anderer Magdeburger Jung’ kehrt zurück. Harant war ein halbes Jahr an Germania Halberstadt ausgeliehen.

„Für mich war es wichtig, dass ich in der Rückrunde Spielpraxis sammle“, erzählt der 20-Jährige. Das ist ihm in der Harzstadt gelungen. Nun ist der Abwehrspieler stolz, wieder für den FCM aufzulaufen. Der Älteste unter den jungen Wilden will sich im Training zeigen, um sich für Einsätze anzubieten. Dass seine Chance kommen wird, daran glaubt der gebürtige Schönebecker fest.

Talent, Leidenschaft, Willen: Was die Nachwuchsspieler mitbringen, wird in der Dritten Liga gebraucht. Dass in diesem Jahr drei U19-Akteure in den Profikader wechseln konnten, ist für Mario Kallnik nur die logische Folge intensiver Arbeit im Jugendbereich. „Es ist aber auch eine Mutgeschichte“, ist dem FCM-Geschäftsführer das Risiko bewusst. Der Verein muss den jungen Kickern Zeit geben, sich weiterentwickeln zu können. Aber: „Sie müssen eine gewisse Grundqualität mitbringen.“ Eine Voraussetzung, die Harant vor einem Jahr erfüllte und nun seine Teamkollegen aus der A-Jugend. Sie alle könnten die Identifikation der Fans mit dem Verein noch stärken. Für Kallnik ist das aber zweitrangig. „Wir investieren im Nachwuchs viel Geld. Da ist es sinnvoll, die Jungs mit hochzuziehen, wenn die Qualität stimmt.“

Pascal Schmedemann.

Pascal Schmedemann konnte überzeugen. Für den 19-Jährigen geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Schon als Dreijähriger hat der Schweriner angefangen, Fußball zu spielen. 2016 führte ihn sein Weg zum 1. FCM. Anfang des Jahres war er mit den Profis im Trainingslager in Spanien. „Allein in dieser Woche habe ich sehr viel gelernt, man schaut sich bei den Profis sehr viel ab“, erzählt er. Auch wenn er auf Einsatzzeiten hofft, so weiß der Abwehrspieler auch: „Als junger Spieler muss man sich hinten anstellen und gucken, wie man der Mannschaft helfen kann.“

Marvin Temp.

Das sieht auch Marvin Temp so. Der 18-Jährige ist ein waschechter Magdeburger. Er war vier Jahre alt, als seine Laufbahn begann. Damals bei Handwerk Magdeburg, landete er als U12-Spieler beim FCM. „Es war von klein auf mein Wunsch, hier, in diesem Stadion zu spielen.“ In Tests agierte er schon gemeinsam mit den Profis. Nun ist der Stürmer einer von ihnen. Temp hofft auf Einsätze, will im Training Vollgas geben.

Anton Kanther.

Vor Energie sprüht auch Anton Kanther. Der 18-Jährige ist der Jüngste der U19-Spieler, die den Sprung in den Profibereich geschafft haben. Er ist erst in der zurückliegenden Saison von Union Berlin an die Elbe gewechselt. Mit großen Erwartungen. „Ich glaube, jeder der beim FCM spielt, will später mal hier im Stadion spielen. Dass ich es hierher geschafft habe, ist großartig. Ich glaube, es wäre schon eine große Ehre, überhaupt mal in den Kader zu kommen“, bleibt auch der Mittelfeldspieler zurückhaltend. Kanther war fünf Jahre alt, als er mit dem Fußballspielen begann. Eine Leidenschaft, die ihn nie wieder losgelassen hat. Wie auch die anderen Youngster ist er beharrlich und ehrgeizig seinen Weg gegangen.

Die vier Jungprofis sind ein Beweis dafür, dass es sich lohnt, die Jugendarbeit professioneller voranzutreiben. Anfang des Jahres hat das Magdeburger Nachwuchsleistungszentrum die Drei-Sterne-Bewertung des DFB bekommen – die höchste Auszeichnung. „Das ist ein Zeichen für unsere Arbeit. Es ist wichtig, dass wir sie kontinuierlich fortsetzen, sonst ist es ein Geldverbrennen“, sagt Mario Kallnik. Er will weiter in die Zukunft investieren.

VON SABINE LINDENAU

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