Basketball-Landespokal: VfL Kalbe unterliegt Oberligist Einheit Weißenfels mit 63:72

Nach Spielpause fehlt der Rhythmus

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Manuel Gericke will sich in dieser Szene unter dem gegnerischen Korb durchsetzen, doch der Ex-Kalbenser Ference Gille hält seine schützende Hand über Weißenfels. 

sen Kalbe. Erhobenen Hauptes sind am Sonntag die Basketballer des VfL Kalbe aus dem Landespokal ausgeschieden. Der Bezirksligist unterlag in eigener Halle dem Oberligisten SSV Einheit Weißenfels mit 63:72 (30:38). „Nach der langen Spielpause fehlte uns der Rhythmus.

Wir haben einfach nicht konstant genug gespielt, sodass es für den ganz großen Wurf nicht gereicht hat“, meinte Spielertrainer Harald Lotsch, der vor allem mit seiner eigenen Trefferquote haderte.

Dabei hatte die Partie für Lotsch mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf gut begonnen. Anschließend legte Martin Czubkowski zwei weitere Dreier nach – 9:6. In der Folge ging die Trefferquote bei den Mildestädtern jedoch deutlich nach unten. Oft „tanzte“ der Ball auf dem Ring, fiel aber nicht wie erhofft durch das Netz. Und so wendeten die Gäste, bei denen der Ex-Kalbenser Ferenc Gille mitwirkte, das Blatt und gingen mit einer 22:18-Führung in die erste Pause.

Aber auch im zweiten Viertel hielt Kalbe gut mit. „Ein Klassenunterschied war nie zu sehen“, stellte Harald Lotsch fest, dessen Team nach einem erfolgreichen Wurf von Aufbauspieler Christian Mehlicke wieder mit 26:25 in Führung ging. Nach dem 28:27 durch Tobias Lenz (36.) hatten die Hausherren zwar viele gute Wurfgelegenheiten, doch nur noch Harald Lotsch traf einmal. Zur Pause führte der Oberligist somit 38:30.

Nach dem Kabinengang setzte sich die Abschlussschwäche bei den Kalbensern weiter fort. Insbesondere von der Freiwurflinie sollte nicht viel gelingen. Daher war es nicht verwunderlich, dass sich die Weißenfelser auch ohne zu überzeugen bis auf 55:38 absetzten. Der VfL rappelte sich aber wieder auf und konnte bis zum Ende des Abschnittes noch auf 47:59 verkürzen.

Die letzten zehn Minuten begannen aus Sicht der Gastgeber perfekt. Michi Berck und Harald Lotsch setzten zwei Dreier und schafften mit weiteren erfolgreichen Würfen den 56:59-Anschluss. Ferenc Gille, der sich zu diesem Zeitpunkt eine kleine Auszeit gegönnt hatte, griff dann wieder ins Geschehen ein und konnte als echter Profi, der 19-Jährige steht beim Bundesligisten Mitteldeutscher BC unter Vertrag, auf seinen Ausbildungsverein keine Rücksicht nehmen. Auch seine ehemaligen Trainer Harald Lotsch und Martin Czubkowski konnten nicht verhindern, dass Ferenc Gille, dem 19 Punkte gelangen, schließlich die Entscheidung herbeiführte.

Die Enttäuschung hielt sich beim Bezirksligisten nach Spielschluss in Grenzen. Der VfL hat den Oberligisten gefordert und ist am Ende im Prinzip von einem Eigengewächs bezwungen worden.

• VfL Kalbe: Lotsch (13 Punkte), Schülke, Mehlicke (9), Schmieder, Drüsedau, Duwe, Czubkowski (8), Gericke (14), Lenz (2), Schröder (2), Berck (15).

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