Nach erfolgreicher Hinrunde: FCM-Trainer Härtel im AZ-Interview

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Magdeburg. Platz vier in der Tabelle. Nur drei Punkte Abstand auf Platz zwei. Dass der 1. FC Magdeburg in seiner ersten Drittliga-Saison als Aufsteiger so erfolgreich sein würde, hätten auch nur die kühnsten Optimisten erwartet.

AZ-Mitarbeiterin Sabine Lindenau hat mit Trainer Jens Härtel zurückgeblickt.

Herr Härtel, das Jahr 2015 ist fast vorbei. Was war das für ein Jahr für Sie und den FCM?

„Wir haben tolle emotionale Momente erlebt. Wir haben unsere Ziele bis hierhin erfüllt. Und das noch mit ein paar Extraspielen so wie dem am Sonnabend, das war schon sensationell.“

Hatten sie mit solch einer Hinrunde gerechnet?

„Nein, damit war nicht zu rechnen. Wir haben uns reingebissen in diese Liga, zum Glück sind wir gut gestartet und haben dann regelmäßig gepunktet. Das war am Samstag (3:1 gegen FSV Mainz 05 II, Anm. d. Red.) auch das erste Mal, dass wir zwei Siege am Stück eingefahren haben. Wir sind jetzt erst einmal froh mit diesen 32 Punkten, aber der Abstand nach unten bleibt, weil unten alle gewonnen haben. Von der Seite sieht man wie eng diese Liga ist. Wir müssen weitermachen. Die anderen werden nicht ruhig sein und Ruhe geben. Sie werden alles versuchen.“

Aber schielt man nicht vielleicht doch mit einem Auge nach oben, wenn man auf Platz vier steht?

„Wenn man realistisch ist, dann nicht. Also man hat es ja Sonnabend auch gesehen, was Woche für Woche für eine brutale Qualität herrscht. Wenn wir genügend Punkte haben, die dann eben reichen um nicht abzusteigen, dann können wir uns mal neu orientieren. Aber bis dahin gibt es nur ein Ziel. Man sieht, wie schnell das geht bei den Stuttgarter Kickers. Dann machst du 13 Spiele und gewinnst oder gewinnst gar keins oder schaffst nur Unentschieden – und davor sind wir auch nicht gefeit. Deshalb gilt es auch für uns, die Füße ein bisschen still zu halten.“

Bis zum Jahresende ist nun Urlaub für die Mannschaft und auch für Sie. Wie verbringen Sie persönlich Weihnachten und Silvester?

„Mein Sohn macht gerade ein Highschool-Jahr in Florida. Das bedeutet, den werden wir besuchen. Das ist das erste Mal, dass wir über Weihnachten nicht in Deutschland sind und außerhalb des Landes feiern.“

Was sind die guten Vorsätze beziehungsweise Wünsche für 2016?

„Gute Vorsätze? Wir wollen möglichst dort anknüpfen, wo wir dieses Jahr beendet haben. Dafür brauchen wir eine gute Vorbereitung. Und Gesundheit, dass alle Spieler uns auch zur Verfügung stehen und auch wieder Gas geben.“

Von Sabine Lindenau

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