FUSSBALL – OBERLIGA Auswärts beim SC Staaken / Innenverteidiger-Not

1. FC Lok muss improvisieren

Lok Stendals Trainer Jörn Schulz sieht sich langen Abstiegskampf in der Fußball-Oberliga gegenübergestellt

Staaken/Berlin – Der 1. FC Lok Stendal hat im vergangenen Heimspiel der NOFV-Oberliga Nord viel investiert. Kampf und Gegenwehr stimmten. Torchancen konnte sich die Elf von Trainer Jörn Schulz auch erspielen.

Nach 90 Minuten stand ein 1:3 gegen die zweite Mannschaft des FC Hansa Rostock auf der Anzeigentafel. Die Enttäuschung beim Lok-Coach und unter anderem Kapitän Philipp Groß war dementsprechend verständlich.

Vorwerfen lassen konnten sich die Altmärker bis auf das Ergebnis nicht viel. Angenehmer wird die Situation im Tabellenkeller für die Eisenbahner zudem nicht. Der Wunsch, drei Zähler zu holen, steigt wöchentlich an. Schließlich ist Lok Stendal mittlerweile seit elf Begegnungen ohne Sieg. Diese Serie soll heute Nachmittag ihr Ende finden. Ab 14 Uhr geht es zum SC Staaken.

Mit gesenkten Köpfen muss der 1. FC Lok aber nicht nach Berlin reisen. Schließlich zeigte das jüngst verlorene Spiel gegen Hansa Rostock II auch gute Ansätze. Daraus schöpft auch der Stendal-Trainer Hoffnung. „Mit dieser Leistung sollten wir es schaffen, dort unten rauszukommen“, weiß Schulz, was gegen die Staakener zu tun ist. Die Sieglos-Serie hat seine Elf derweil gänzlich in die Gefahrenzone hineingezogen. Aufgeben ist für den 42-Jährigen mit Blick auf die Durststrecke des 1. FC Lok aber keine Option. „Dann muss es halt wieder weitgehen“, bleibt dem gebürtigen Schweriner nichts Weiteres übrig, als seine Spieler nach dem Rückschlag aufzubauen.

Drei Punkte sollten aber dennoch so langsam her. Auch, um nicht von der Konkurrenz frühzeitig abgehängt zu werden. „Es wird ein langer Weg und viele Spiele brauchen, um uns da unten zu befreien“, stellt sich Trainer Jörn Schulz erneut auf einen Kampf um den Klassenerhalt ein, der wahrscheinlich bis zum bitteren Ende der aktuellen Oberliga-Spielzeit ausgetragen wird.

In der Innenverteidigung wird sich der Coach etwas überlegen müssen. Die beiden Innenverteidiger Tim Schaarschmidt (Gelbsperre) und Sebastian Hey (Gelb-Rot) müssen ersetzt werden. Hier dürften Patrick Baudis und Johannes Mahrhold die Kandidaten sein. „Wir sind ein Team, eine Mannschaft. Da müssen halt die Anderen ran“, nimmt Schulz seine Alternativen in die Pflicht. Staaken ist mit 15 Punkten Zehnter, Stendal (10) liegt einen Rang vor den Abstiegsplätzen. Dass Schulz gegen die Berliner gewinnen kann, hat er schon einmal bewiesen (1:0). Eine Wiederholung dieses Resultats würde dem 1. FC Lok in der Oberliga direkt auf Anhieb weiterhelfen.

Voraussichtliche Aufstellung des 1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - Behling, Baudis, Mahrhold, Groß - Krüger, Schubert, Kolzenburg, Buschke - Neumann, Schmidt.

VON PATRICK NOWAK

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