FUSSBALL – 3. LIGA: Krämer hofft heute auf SCM-Effekt gegen Duisburg

1. FCM muss „geil sein“

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Synergien bilden: Dominik Ernst (am Ball) und der 1. FC Magdeburg wollen heute gegen den MSV Duisburg mit den Fans im Rücken einen Heimsieg landen.

Magdeburg – Flutlichtspiel in der MDCC-Arena. Der 1. FC Magdeburg empfängt heute Abend ab 19 Uhr zum Auftakt des 8. Spieltags in der 3. Liga den MSV Duisburg. Wichtiger Hinweis: Block 1 und 2 sind wieder geöffnet.

Somit werden die Dauerkartenbesitzer wieder auf ihren angestammten Platz zurückgehen. Die Umbaukarte hat daher keine Gültigkeit mehr.

Jürgen Gjasula ist für heute Abend noch nicht bereit. Der Defensivspieler des 1. FCM ist nach seinem Mittelhandbruch erfolgreich operiert worden, erklärte Trainer Stefan Krämer, der hofft, dass Gjasula bald ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Dagegen stehen die Chancen auf einen Einsatz von Timo Perthel, der sich in Jena eine Rippenverletzung zugezogen hatte, laut Krämer „bei 50 Prozent“. Gänzlich verzichten muss der 1. FC Magdeburg neben Mario Kvesic auch auf Dustin Bomheuer, der weiterhin am Comeback arbeitet. „Mario Kvesic mussten wir schweren Herzens mal herausnehmen, weil er sich seit Wochen herumquält mit einer Verletzung unterm Fuß.“ Die Beschwerden des Mittelfeldspielers seien schwer zu behandeln. Daher erhält Kvesic, der sich mit den Problemen seit Längerem herumplagt, eine gut dreiwöchige Pause. „Das ist halt so ein Typ, der geht nicht freiwillig raus. Der will immer drauf“, weiß Magdeburgs Trainer, der auf Anraten der Ärzte den 27-Jährigen vor sich selbst schützen wird und ihn pausieren lässt.

Der heutige Gegner steht in der Tabelle nur einen Platz vor dem FCM. Duisburg ist Siebter. Doch Krämer sieht in den „Zebras“ deutlich mehr. „Das ist für mich ganz klar eine Spitzenmannschaft in der Liga, die nicht umsonst sehr gut gestartet ist.“ Der MSV habe offensive Muster, wo man konzentriert gegen verteidigen müsse, sagte Krämer, der das 1:1 in Jena abgehakt und im Landespokal gegen Dessau (3:0) einiges probiert hat. Das habe in Ansätzen gut funktioniert. Doch jetzt erwartet Krämer und seine Elf ein weiterer schwerer Gegner.

FCM-Akteur Dominik Ernst bescheinigte dem MSV Duisburg eine „brutale Qualität“. Doch Ernst zeigte sich vor Anpfiff positiv gestimmt. „Ich glaube, dass wir sie defensiv schon knacken können. Aber wir müssen alle geil sein darauf gegen den Ball zu arbeiten und schnell umzuschalten. Wir wollen mit den Fans zusammen im Rücken drei Punkte holen.“ Auf Letzteres kam auch Trainer Stefan Krämer zu sprechen, der sich zuletzt das Handball-Bundesligaspiel zwischen dem SC Magdeburg und dem THW Kiel angeschaut hat. Krämer war von den SCM-Zuschauern begeistert. „Das müssen wir halt in unser Stadion kriegen. Das Spiel hat die Halle gewonnen, weil die Leute ein unheimliches Gespür entwickelt haben, dass die Mannschaft jetzt Hilfe braucht.“

Solch eine Synergie zwischen Mannschaft und Publikum wünscht sich Krämer auch in der MDCC-Arena. Am besten schon heute Abend gegen den MSV Duisburg. „Du musst alles reinknallen in das Spiel. Die Leute müssen den Eindruck haben, dass es sich lohnt, diese Mannschaft zu unterstützen“, hofft Krämer, der die Systemfrage offen ließ, auf den SCM-Effekt. Ein 4-2-3-1 oder ein flaches 4-4-2 mit Doppelspitze scheinen für den 52-Jährigen denkbar.

VON PATRICK NOWAK

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