FUSSBALL – 3. LIGA: 1. FCM angeschlagen gegen Mannheim

„Müssen kreativ sein“

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Endlich nicht nur über ein Tor, sondern über einen Sieg jubeln: Das wollen die Drittliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg um Kapitän Christian Beck (Mitte) heute Abend im Spiel gegen Aufsteiger Waldhof Mannheim. 

Magdeburg – Nur ein Zähler aus zwei Drittliga-Spielen: Stefan Krämer beunruhigt der schwache Start des 1. FC Magdeburg nicht. Der Trainer setzt heute Abend auf den ersten Dreier der noch jungen Saison.

Allerdings wird er aufgrund zahlreicher Ausfälle gegen Aufsteiger Waldhof Mannheim jonglieren müssen. Zumal ihm langsam die Innenverteidiger auszugehen drohen.

Dustin Bomheuer ist immer noch verletzt. Tobias Müller hat sich bei einem Zusammenprall in der Partie beim FSV Zwickau eine Gehirnerschütterung sowie eine Risswunde an der Lippe, die genäht werden musste, zugezogen. Er wird nicht auflaufen können. Zudem musste Philipp Harant das Training gestern mit Schmerzen im Fuß abbrechen. Der einzig verbliebene Innenverteidiger ist Brian Koglin. „Wir müssen kreativ sein. Es könnte Lösungen geben, mit denen noch keiner rechnet“, so Krämer.

Eine Variante wäre, Jürgen Gjasula wieder als Abwehrchef aufzubieten. Wie in der zweiten Halbzeit in Zwickau. Ob der FCM-Trainer gegen Mannheim, das bislang immer auf eine 4-2-3-1-Grundordnung gesetzt hat, auf ein 3-5-2 setzt, scheint eher unwahrscheinlich. Weil Waldhof mit drei Mittelstürmern im offensiven Mittelfeld agiere und eine entsprechende Wucht auf den Rasen bringe. Zumindest habe der Aufsteiger diese Qualitäten phasenweise in seinen ersten beiden Partien gezeigt, erkämpfte sich jeweils ein Unentschieden.

Nicht nur deshalb ist Krämer gewarnt: „Für einen Aufsteiger haben sie eine sehr gut aufgestellte Mannschaft“, rechnet der Coach mit einem schweren Spiel. Anpfiff ist um 19 Uhr vor vermutlich ausverkaufter Kulisse in der MDCC-Arena. Höchstwahrscheinlich zurück in der Startelf ist dann Mario Kvesiv, der in Zwickau fehlte. Für Timo Perthels mäßigen Auftritt dort waren hohe Entzündungswerte verantwortlich. Doch sein Infekt ist wohl überstanden, sodass er heute Abend dabei sein kann.

Krämer schwört seine Schützlinge darauf ein, an die Leistungen der zweiten Halbzeit in Zwickau anzuknüpfen. Er hofft darauf, dass die Diskrepanz, die es derzeit noch zwischen Trainings- und Spielleistungen gebe, endlich ein Ende hat. „Dann holen wir auch Punkte“, ist er überzeugt.

Auch Kapitän Christian Beck sehnt sich nach dem ersten Saisonsieg. Erst recht vor heimischer Kulisse. Auch wenn er und seine Teamkollegen aufgrund der englischen Woche kaum trainieren konnten, sieht er große Chancen. In der Kältekammer wurde Frische getankt, die Physis stimme. Beck ist bereit und gibt sich kämpferisch. „Wir wollen den ersten Dreier holen.“ Gleichwohl zwischen den beiden Mannschaften in der zurückliegenden Saison noch zwei Spielklassen lagen, wird die Partie kein Selbstläufer. Die einfachen Fehler, die der Zweitliga-Absteiger in den ersten beiden Spielen gemacht hat, gilt es abzustellen.

VON SABINE LINDENAU

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