FUSSBALL – 3. LIGA 1. FC Magdeburg punktet in Kaiserslautern

Müller trifft in den Winkel – 1:1

Magdeburg – Im Kellerduell der 3. Liga erreichte der 1. FC Magdeburg am Sonnabendnachmittag beim 1. FC Kaiserslautern ein 1:1 (0:0)-Unentschieden. Ein Punktgewinn für die Elbestädter, wie auch Trainer Thomas Hoßmang fand.

„Der Punkt ist wichtig für unseren Weg, für die Moral der Jungs, dass sie weiter an sich glauben. “.

In den ersten Spielminuten sah das Spiel des FCM recht gefällig aus. Adrian Malachowski verfehlte nur knapp (9.). Zwei Minuten später war Morten Behrens das erste Mal gefordert, der Magdeburger Schlussmann parierte nach einem Eckball den Kopfball von Daniel Hanslik. Diese Szene schien die Gäste ein wenig zu lähmen, denn insbesondere ab Minute 25 übernahmen die Hausherren die Initiative und drängten den FCM zurück. Behrens rückte nun mehrfach in den Mittelpunkt und bewahrte sein Team vor einem Rückstand. Beim Kopfball von Marvin Pourie stand der FCM-Keeper genau an der richtigen Stelle, einen weiteren Schuss vom völlig freistehenden Pourie parierte Behrens mit einem Reflex, Tim Rieder setzte den Nachschuss über das Tor (35.). Marlon Ritter hatte die nächste Gelegenheit für den FCK, erneut hielt Behrens (37.). Bis zur Pause war die Hintermannschaft der Blau-Weißen wieder auf der Höhe, sodass es mit einem torlosen Remis in die Kabinen ging.

Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff gingen die Gastgeber schließlich in Führung. Eine Flanke segelte quer durch den Magdeburg Strafraum. Der Ball gelangte schließlich zu Marvin Pourie, der ungehindert zum 1:0 einnetzte. „Das war ein klares Zuordnungsproblem“, bemängelte Trainer Hoßmang nach Spielschluss. Nur wenig später fast das 2:0. FCK-Kapitän Carlo Sickinger kam frei zum Kopfball, doch Korbinian Burger klärte für seinen geschlagenen Keeper per Kopf auf der Torlinie (52.). Ein Traumtor von Andreas Müller brachte den FCM wieder ins Spiel. In der 55. Minute spielte Müller eine Ecke auf Thore Jacobsen, der den Ball prallen ließ. Der folgende Schlenzer von Müller schlug dann genau im hinteren Torwinkel ein – 1:1. Der Treffer war vom Torschützen auch so gewollt. „Das Ziel bei solchen Schüssen ist immer, wenn keiner den Ball berührt, dass er dann ins Tor fliegt.“

In der Folge bekamen die Elbestädter wieder mehr Spielanteile, es fehlte jedoch der Zug zum gegnerischen Tor. In der 72. Minute hatte der FCM Pech. Schiedsrichter Tobias Reichel und sein Assistent übersahen ein Foulspiel von Hikmet Ciftci an der Strafraumkante gegen Adrian Malachowski. In der Folge kam der FCK zu zwei guten Gelegenheiten. Eine Direktabnahme von Ritter (74.) parierte Behrens erneut stark, der eingewechselte Nicolas Sessa traf nur das Außennetz (78.). In der 85. Minute bot sich der Hoßmang-Elf die Chance zur Führung. Christian Beck schickte den ebenfalls eingewechselten Florian Kath auf die Reise, der Lauterns Keeper Ando Spahic umkurvte. Sein Schuss auf das kurze Eck konnte jedoch Kevin Kraus noch abwehren. Aber auch die Hausherren kamen noch zu einem Hochkaräter, völlig freistehend köpfte Hendrick Zuck aber über das Tor (86.), es blieb beim 1:1-Remis.

Es war nicht nur diese Szene, die FCK-Coach Jeff Saibene verzweifeln ließ. „Wenn man so dominant auftritt und so viele Torchancen hat, ist es eigentlich ein Witz, dass wir das Spiel nicht gewinnen. Der Gegner macht ein Tor aus dem Nichts. Am Schluss entscheiden die Tore, uns fehlte die letzte Überzeugung, wir müssen drei, vier Tore schießen.“

Dementsprechend gelöster wirkte FCM-Trainer Thomas Hoßmang. „Für uns war wichtig, dass trotz der schlechten Phase und des Gegentores die Köpfe nicht nach unten gingen und klar weitergespielt worden ist. Der Standard vom kleinen Müller, den wir auch so trainieren, war ein super Tor. Das hat uns geholfen.“

Tore: 1:0 Marvin Pourie (48.), 1:1 Andreas Müller (55.)

1. FC Magdeburg: Behrens – Ernst, T. Müller, Koglin (78. Beck), Burger - Jocobsen, A. Müller (67. Steininger), Malachowski - Sliskovic (55. Kath), Burger, Obermair.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare