Fußball – Landesklasse: Möringens neuer Trainer, Steffen Säger, ist zufrieden mit den ersten Wochen

MSV-Team zieht voll mit

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Kevin Beyer (rechts) und der Möringer SV haben am vergangenen Wochenende unter der Leitung des neuen Trainers, Steffen Säger, ein Trainingslager in Osterburg absolviert und testeten auch gegen den SSV Havelwinkel Warnau (l.). 

Osterburg/Möringen. Hinter dem Möringer SV liegt ein arbeitsintensives Wochenende. Unter optimalen Bedingungen in der Osterburger Sportschule holte sich der Fußball-Landesklassist den letzen Feinschliff, bevor der Liga-Alltag wieder Einzug hält.

„Wir haben acht Einheiten absolviert und gegen Warnau gespielt. Die Jungs haben toll mitgezogen und sind wissbegierig“, sagt Steffen Säger, der den Möringer SV seit Januar betreut. Säger hat in seiner bisherigen Arbeit das Hauptaugenmerk auf die Defensive und die Kondition gelegt. „Wir haben in der Hinrunde eindeutig zu viele Gegentore kassiert.“ Insgesamt waren es 28.

Das Team soll künftig taktisch flexibel agieren, wobei die Grundordnung ein 4-1-4-1 sein wird, das je nach Bedarf auch zu einem 4-4-2 oder 4-3-3 werden soll. „Bei Ballbesitz des Gegners kann das auch mal eine Fünferkette sein“, führt Säger aus. Allerdings macht er sich keine Illusion darüber, dass man als Landesklassist mehrere Systeme perfekt beherrschen kann. „Aber man braucht einen Plan und den haben wir“, sagt der Trainer. Im Vergleich zu dem Spielsystem unter Vorgänger Marcus Laser wird sich an der Grundordnung ein Detail ändern. „Wir werden künftig mit einem statt mit zwei Sechsern agieren.“

Die klare Niederlage beim 0:5 im Testspiel gegen den Landesligisten SSV Havelwinkel Warnau will der Coach wegen der intensiven Trainingsbelastung nicht überbewerten. „Die Ansätze waren gut, ich bin zufrieden mit meinen Spielern.“ Säger macht deutlich, dass die Ergebnisse in Testspielen für ihn nebensächlich sind. Zudem würde das Resultat den Spielverlauf nicht widerspiegeln.

Neben der Arbeit auf dem Platz arbeitet der MSV-Coach auch viel im theoretischen Bereich, in den er seine Spieler aktiv einbindet. „Ich sage den Spielern nicht nur, wie ich mir vorstelle, dass sie spielen sollen, sondern fordere sie auch auf, mir an der Taktiktafel zu zeigen, wie sie bestimmte Situationen lösen würden.“ Dass bereits in den ersten Spielen der Rückrunde eine neue Handschrift zu sehen sein wird, glaubt der Trainer nicht. Er schätzt, dass es etwa ein halbes bis ein Jahr dauern wird. Für die Rückrunde hat er sich vorgenommen, das ein oder andere Spitzenteam mal zu ärgern. „Und in der nächsten Saison wollen wir dann richtig angreifen“, lässt Säger mittelfristig Ambitionen auf einen Spitzenplatz in der Landesklasse erkennen.

Von Tobias Henke

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