FUSSBALL – 3. LIGA Erstes Training 2021 / Noch keine Neuzugänge

Mission Klassenerhalt

Lockeres Warmlaufen zum Start ins neue Jahr: Die Drittliga-Profis des 1. FC Magdeburg bereiten sich seit gestern intensiv auf das nächste Spiel vor. Bereits am Sonnabend gastiert der KFC Uerdingen in der Elbestadt.
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Lockeres Warmlaufen zum Start ins neue Jahr: Die Drittliga-Profis des 1. FC Magdeburg bereiten sich seit gestern intensiv auf das nächste Spiel vor. Bereits am Sonnabend gastiert der KFC Uerdingen in der Elbestadt.
  • Sabine Lindenau
    vonSabine Lindenau
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Magdeburg – Wenn der Kapitän die Trainingsform auf den Pflichtspielrasen bringt, dann könnte es für den 1. FC Magdeburg deutlich besser laufen als 2020. Christian Beck überzeugte gestern Nachmittag im Trainingsspiel mit Toren, die man lange nicht mehr von ihm gesehen hat.

Trotz eisiger Temperaturen: Der Drittligist ist heiß auf den Start nach der kurzen Winterpause. Schon am Sonnabend muss das Tabellenschlusslicht die zuletzt aufsteigende Tendenz gegen Uerdingen bestätigen.

„Darauf müssen wir aufbauen. Das ist der Weg, den wir gehen wollen.“ Christian Beck hat sein Lächeln wiedergefunden. Die Flanken von außen kamen gestern präzise bei ihm in der Box an. Der Kapitän konnte das machen, wofür er in den vergangenen Spielzeiten bekannt war: Tore schießen. 130 hat er inzwischen auf seinem Pflichtspielkonto. In dieser Saison ist es erst eines. Natürlich will er mehr. Doch der Stürmer braucht eben die Pässe in die Box. Und das ist bis zur Winterpause 2020 kaum gelungen. Und so steht die Offensive nicht zu Unrecht in der Kritik. Das weiß auch Beck. Doch alle müssten mitziehen, sieht er nicht nur Defizite im Abschluss. „Man hat heute gesehen, dass wir gefährlich sind, wenn wir Flanken über die Außen bringen“, gibt sich der Angreifer optimistisch.

Er und seine Teamkollegen haben nur ein Ziel: den Klassenerhalt. „Wir wollen das Feld von hinten aufrollen.“ Im Januar, der für den FCM aus mehreren englischen Wochen besteht, gibt es 21 Punkte zu verteilen. „Die Spiele müssen wir einfach für uns entscheiden.“ Sieben Siege aus sieben Januar-Partien scheinen ob der aktuellen Lage zwar nicht unbedingt absehbar. Doch mit einem Erfolgserlebnis gegen Uerdingen könnte durchaus eine sehnlichst erhoffte Serie beginnen. „Wir müssen einfach an uns glauben und die Tugenden des 1. FC Magdeburg abrufen“, so der Kapitän. Er ging gestern beispielhaft voran. Als Antreiber und Vollstrecker gleichermaßen.

Das Lazarett lichtet sich indes langsam. Florian Kath und Timo Perthel trainierten mit Fitnesscoach Lars Mertelmeyer, Luka Sliskovic drehte schon ein paar Laufrunden auf dem Nebenplatz. Maximilian Franzke und Adrian Malachowski steigen wohl Ende der Woche wieder ein. Dann fehlt nur noch der Langzeitverletzte Dustin Bomheuer. Von Neuzugängen war beim gestrigen Training noch nichts zu sehen. Auch Beck wusste nichts über eine potenzielle Verstärkung. „Das ist nicht meine Aufgabe“, ließ er sich auch nichts entlocken. Schwerpunkt in dieser Trainingswoche ist das Positions- und Passspiel. Räume suchen, flanken, einnetzen: Was so einfach klingt, ist dem FCM bislang kaum gelungen. Dass im letzten Drittel die richtigen Entscheidungen getroffen werden, ist das Ziel. „Das haben wir in den letzten Wochen auch schon intensiv trainiert“, so Beck. Er betonte nochmals, dass es nicht um ihn und seine eigene Torstatistik gehe, sondern um den Verein. „Der 1. FC Magdeburg ist mein Herzensverein. Ich will, dass wir da unten rauskommen, diese Klasse halten und in absehbarer Zeit wieder mit den Fans im Stadion feiern können.“ Und er möchte noch lange im blau-weißen Trikot auflaufen. Natürlich weiterhin in der 3. Liga.

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