Fußball – Kreisoberliga: Riep ab sofort Trainer bei Lok II / Wechsel mit Beigeschmack

Mission Aufstieg gestartet

Haack
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Stendal. Es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet, nun ist es offiziell: Der bei Weiß-Blau Stendal zurückgetretene Trainer Robert Riep übernimmt ab sofort den 1. FC Lok Stendal II. Dies gab der Verein am Dienstag auf seiner Homepage bekannt.

Damit vollzieht Riep eine Rolle rückwärts, hatte er doch ursprünglich angekündigt, ein halbes Jahr pausieren zu wollen und beim 1. FC Lok erst zur kommenden Saison einzusteigen.

„Das war vor allem eine familiäre Entscheidung. Zuletzt hatten Dr. Troeger und Uwe Müller aber immer intensiver darum gebeten, dass ich sofort einsteige und nach Absprache mit meiner Frau habe ich dann zugestimmt“, erklärte Riep gestern auf AZ-Nachfrage seinen Sinneswandel.

Robert Riep.

Aufgrund des nun doch recht plötzlichen Engagements Rieps beim aktuellen Kreisoberliga-Vierten, bekommt der kurzfristige Wechsel eines kompletten Spieler-Sextetts von Weiß-Blau zur Lok-Reserve Ende des vergangenen Jahres einen Beigeschmack. Zu Unrecht, meint Riep: „Dass da sechs Mann aufgrund einer freundschaftlichen Basis zu mir gewechselt sind, war vorher klar. Insgesamt haben damals 16 Spieler den Verein verlassen, dazu ich als Trainer und zwei Platzwarte. Dass es da brodelt, liegt nicht nur an mir und ist auch nicht mehr mein Thema. Trotzdem hänge ich natürlich aufgrund der gemeinsamen Erfolge noch ein bisschen an Weiß-Blau.“

Das Kapitel seines nunmehr ehemaligen Klubs ist für Riep mit der Anstellung beim 1. FC Lok ohnehin beendet. Fortan ist es seine Mission, die Stendaler Oberliga-Reserve möglichst schnell in die Landesklasse zu führen. „Ob das dieses Jahr noch möglich ist, liegt bei zwölf Punkten Rückstand nicht mehr in unserer Hand. Es soll aber jeder voll mitziehen, solange der Strohhalm noch irgendwie greifbar ist“, appelliert Riep, der einen Aufstieg in der kommenden Saison aber für realistischer hält. Derzeit führt Germania Tangerhütte die Kreisoberliga mit 39 Punkten ungeschlagen an. Der 1. FC Lok Stendal II steht bei 27 Zählern.

In den kommenden Monaten möchte Riep mit seinem Trainerteam, bestehend aus Nico Wiegel, Vorgänger Detlef Werner und Betreuer Uwe Müller eher Grundlagen für eine erfolgreiche Saison 2018/2019 legen. „Wir wissen um die Hierachie und darum, dass wir uns als Zweite auch mal hinten anstellen müssen. Mein Ziel ist es, dass wir uns für die nächste Saison personell vielleicht etwas selbstständiger aufstellen können“, umreißt der neue Trainer sein vorerst wichtigstes Bestreben.

Von Tobias Haack

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