Fußball, Altmarkpokal: Der große AZ-Teamcheck vor dem Finale in Bismark

RWA minimal im Vorteil

+
Zwischen Medizin Uchtspringe (v.l.: Manuel Stoppa und Thomas Roggenthin) und Rot-Weiß Arneburg (Tobias Maier) kochen die Emotionen schon mal hoch. Im morgigen Pokalfinale dürfte die Stimmung ähnlich heiß werden wie hier im Hinspiel.

Bismark. Die Wege der beiden diesjährigen Altmarkpokal-Finalisten ins Endspiel waren beeindruckend. Weder Rot-Weiß Arneburg noch Medizin Uchtspringe benötigten eine Verlängerung oder gar ein Elfmeterschießen, um ihr Ticket für Bismark zu lösen.

Mit 13:0-Toren marschierte Arneburg ins Waldstadion. Uchtspringe folgte mit 15:5-Treffern. Am Ende kann nur eines der beiden Teams diesen Statistiken morgen ab 16 Uhr die Krone aufsetzen. Welches es sein könnte, versucht die AZ mit einem großen Mannschaftsvergleich zu klären.

Tor

Im Tor bauen die Arneburger auf Tobias Maier, der seine Vorzüge laut Trainer Mario Forstreuter „auf der Linie“ hat. „Dort ist er einer der Besten der Liga“, so der RWA-Coach weiter. Beim RWA ist Maier unumstrittener Stammspieler, während sein Uchtspringer Gegenüber erst im Laufe der Saison zur Nummer eins mutierte. Alexander Schulz löste Konrad Javell ab und spielte eine solide, aber keine überragende Serie.

Vorteil: Arneburg.

Verteidigung

Auf unterschiedliche Systeme bauen die Trainer Forstreuter und Jörn Schulz in der Defensive. Arneburg setzt seit Jahren auf eine Viererkette mit Routinier Michael Winkelmann als Abwehrchef. Steht die Deckung, ist Rot-Weiß eine der unbequemsten Landesklasse-Mannschaften. In der Rückserie bekam das Bollwerk jedoch Risse. 30 Gegentore waren der Hauptgrund für den Absturz von Rang zwei auf Rang neun. Bei Medizin ist ebenfalls Routine Trumpf. Michael Runge und Thomas Roggenthin sorgen bei den Medizinern für Stabilität und bilden mit ihrer höherklassigen Erfahrung das Fundament für einen möglichen Erfolg.

Vorteil: Uchtspringe.

Mittelfeld

Im Mittelfeld fällt es schwer, Unterschiede zwischen den Finalisten zu machen. Beide Mannschaften legen hauptsächlich Wert darauf, die Räume eng zu machen und nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. In Uchtspringe fungiert dabei der laufstarke Christoph Scheel als erfolgreicher Zweikämpfer. Arneburg hat in Christian Nix und Julien Maier zwei unbequeme Sechser, die ebenso kompromisslos wie abgekocht sind. Ein Vorteil ist nur schwer auszumachen. Hier wird die Tagesform entscheiden.

Vorteil: Niemand.

Angriff

In der vordersten Reihe klaffen die vielleicht größten Unterschiede zwischen Arneburg und Uchtspringe. Während die Elbestädter mit Stefan Haupt und Stephan Boy auf zwei ausgekochte Strafraumspieler vertrauen, kommt Medizin hauptsächlich über die Dynamik eines Marcel Brinkmann. Er und sein Sturmpartner Norman Horak gelten jedoch als Hitzköpfe. Daher ...

Vorteil: Arneburg.

Trainer

Uchtspringes Jörn Schulz und Arneburgs Mario Forstreuter stehen für eine junge Trainergeneration, die ihr Hauptaugenmerk auf ein taktisch intelligentes Spiel ihrer Elf legt. Schulz vertraut dabei auf den guten, alten Libero. Forstreuter ist ein Freund des 4-4-2-Systems. „Jörn Schulz hat sich eine intakte Mannschaft aufgebaut“, lobt Forstreuter aus der Ferne. Gleiches gilt aber auch für ihn.

Vorteil: Niemand.

Von Tobias Haack

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare