Fußball-Verbandsliga: Saalestadt schickt ihr zweites starkes Team / Lok gegen SVM 99

Merseburg macht’s Stendal vor

Der 1.FC Lok Stendal und sein Mittelfeldmotor Moritz Instenberg (links) wollen den positiven Trend der letzten Wochen fortführen. Nach der Zwangspause durch die Spielabsage am letzten Wochenende soll Instenberg gegen Merseburg im zentralen Mittelfeld die Strippen ziehen.
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Der 1.FC Lok Stendal und sein Mittelfeldmotor Moritz Instenberg (links) wollen den positiven Trend der letzten Wochen fortführen. Nach der Zwangspause durch die Spielabsage am letzten Wochenende soll Instenberg gegen Merseburg im zentralen Mittelfeld die Strippen ziehen.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
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Stendal. Die Stadt Stendal hat rund 40.000 Einwohner und damit knapp 7.000 mehr als Merseburg. Daraus abzuleiten, dass in der Rolandstadt auch mehr fußballerisches Potenzial schlummern müsste, ist ein Irrglaube.

Denn während die altmärkische Kreisstadt mit dem 1. FC Lok Stendal nur einen Verein auf Landesebene stellt, spielt Merseburg sogar mit zwei Teams in der Verbandsliga.

Nachdem es für den 1. FC Lok am 2. Spieltag schon eine 0:2-Pleite gegen den VfB IMO setzte, gibt mit dem SV 99 am Sonntag ab 14 Uhr der zweite Merseburger Verein seine Visitenkarte in der Altmark ab.

„Das ist schon bemerkenswert. Wenn die beiden Vereine sich zusammenschließen würden, könnte Merseburg auch noch eine Liga höher spielen“, zeigt sich Lok-Coach Sven Körner im Vorfeld der Partie gegen den starken Aufsteiger beeindruckt von den fußballerischen Möglichkeiten in der Stadt aus dem Saalekreis. Stark ist auch die Statistik des Liga-Neulings. Der SV Merseburg hat bislang fünf Partien gewonnen und nur gegen die beiden Spitzenmannschaften Burg (0:1) und Halle-Ammendorf (0:2) verloren. „Die haben eine sehr ordentliche Qualität“, weiß auch Körner, der sich bei seinen Verbandsliga-Trainerkollegen Informationen über den Gegner eingeholt hat. Schnelle Außen, ein robustes Zentrum und enorm gute Standards. Das sind die Eckpfeiler des Merseburger Erfolgs. Und da wäre noch ein Spieler, der aktuell bei sechs Saisontoren steht und der auch in Stendal bestens bekannt ist: Ex-Lok-Angreifer Ousmane Diakho. In Stendal sind sie auf jeden Fall gewarnt vor einem Gegner, gegen den es eine Top-Leistung benötigt, um dreifach punkten zu können.

Doch die Basis für starke Spiele, legt eine gute Trainingswoche und die gab es beim 1. FC Lok dieser Tage wahrlich nicht. Aufgrund von Krankheit und Beruf meldeten sich gleich mehrere Spieler ab. Training im mannschaftstaktischen Bereich war daher kaum möglich. „Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus“, ärgert sich Körner, der zudem hoffen muss, dass Angreifer Benedikt Nellessen seine Krankheit bis zum Sonntag auskuriert hat. „Das wäre ein herber Verlust. Er war zuletzt super drauf“, so der Stendaler Trainer.

Von Tobias Haack

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