TRIATHLONFÜCHSE OSTERBURG

Melanie Wiechert: Über Umwege zum Ausdauersport

Melanie Wiechert von den Triathlonfüchsen Osterburg
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Seit 2014 bei den Triathlonfüchsen Osterburg: Melanie Wiechert (rechts). Trotz des coronabedingten Stillstands im Sport bleibt sie weiterhin im Vorstand und kümmert sich um die Belange ihres Vereins.
  • Patrick Nowak
    VonPatrick Nowak
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Melanie Wiechert bleibt im Vorstand der Triathlonfüchse Osterburg. Der AZ erklärt die 44-Jährige, warum selbst die Corona-Zwangspause sie nicht davon abhält, sich weiter zu engagieren und wie sie zum Triathlon kam.

Osterburg – Melanie Wiechert ist jüngst bei den Triathlonfüchsen Osterburg in ihrer Vorstandsfunktion einstimmig gewählt worden. Und wird für die kommenden drei Jahre als 2. Vorsitzende mit Kersten Friedrich (1. Vorsitzender) und Anke Ringe (Kassenwartin) die Geschicke des Vereins leiten.

„Uns hat keiner gezwungen“, lacht Wiechert. Und verliert trotz des Stillstands im Sport ihren Humor nicht. Wie sämtliche Mannschaftssportarten haben auch die Triathleten aus Osterburg mit den Einschnitten der Pandemie zu kämpfen. Die Distanz zum Sport vergrößert sich immer mehr, weil keine Wettkämpfe stattfinden können. Auch das Vereinsleben ist nicht mehr so, wie man es ursprünglich kennt und auch schätzt.

Dabei ist Wiechert noch nicht so lange bei den Triathlonfüchsen dabei. Vorher war sie über Jahre in ihrer Heimat bei der Eintracht aus Walsleben als Fußballerin aktiv gewesen. Hatte sich dort aber schon für den Verein eingesetzt. „Ich habe aber immer schon gerne etwas gemacht und mitorganisiert.“ Erst 2009 gab es erste Berührungspunkte mit dem Rennrad. Ihr Bruder, der eine Mallorca-Reise plante, hatte sie dazu überredet, sich da mal auszuprobieren. „Ich bin zu dem Zeitpunkt noch nie Rennrad gefahren und bin in diesen Sachen spontan und sagte: Dann komm ich mal mit. Und so fing das an.“ Daran hatte sie Gefallen gefunden. Und wiederholte ihr Vorhaben regelmäßig.

Das war einzigartig. Dadurch habe ich den Anschluss zu den Triathlonfüchsen gefunden und habe dann im Jahr darauf meinen ersten Triathlon gemacht.

Melanie Wiechert (Triathlonfüchse Osterburg)

Es entwickelte sich so weit, dass ein Arbeitskollege von ihr, der bei den Triathlonfüchsen Osterburg war, Wiechert den Verein schmackhaft machte. Sie nahm am Trainingslager teil und zeigte sich auf Anhieb begeistert darüber, längere Strecken mit dem Rennrad zu absolvieren. „Das war einzigartig. Dadurch habe ich den Anschluss zu den Triathlonfüchsen gefunden und habe dann im Jahr darauf meinen ersten Triathlon gemacht“, erinnert sich Wiechert. Die Begeisterung, sich in der Ausdauersportart bestehend aus Schwimmen, Radfahren und Laufen zu messen, hatte sie direkt fasziniert. Und diese Begeisterung dafür hält bei Melanie Wiechert bis heute an.

Etwas weniger Arbeit im Vorstand

Seit 2014 ist sie nun bei den Triathlonfüchsen Osterburg aktiv. Zwei Jahre später übernahm sie eine Funktion im Vorstand des Vereins. Und behält sie nach den neuesten Wahlen. „Wenn man keinen Spaß mehr daran hat und es nicht mehr gern macht, dann sollte man aufhören“, erklärt sie. Dies trifft bei ihr aber nicht zu. Auch von Terminabsagen oder Vereinsmitgliederaustritten, die der Kreissportbund Stendal-Altmark jüngst bekannt gab, lässt sich Wiechert nicht beirren. „Von der Vorstandsarbeit hat mich das gar nicht abgeschreckt. Es lag etwas weniger Arbeit an. Wir hatten ein ruhigeres Jahr.“

Im Kern sei das Pensum nicht mehr so hoch wie zu Zeiten, wenn es darum ging, Wettkämpfe zu organisieren. Im vergangenen Jahr gelang es zumindest im September den Altstadtlauf in Salzwedel auszurichten. Alle anderen Pläne für 2021, die den Crossduathlon, den Altmarklauf in Osterburg und den Altstadtlauf in Salzwedel betreffen, befinden sich noch in der Schwebe. „Der Arendsee Triathlon ist noch nicht hundertprozentig abgehakt. Wir werden nächste Woche entscheiden und bekannt geben, ob wir das durchziehen oder absagen.“

Falls der Terminkalender der Triathlonfüchse erneut einige Absagen zu verzeichnen haben sollte, bleibt Wiechert optimistisch, vermisst dennoch die Möglichkeiten zusammen in der Gruppe zu trainieren. Egal, ob man sich auf dem Rennrad verabredet hatte oder zum Schwimmen gegangen ist, als die Schwimmhallen geöffnet hatten. Das Gemeinsame mache schon viel aus. Dennoch ist in der aktuellen Phase nicht alles negativ für Wiechert und ihre Mitstreiter.

Zumal man sich als Triathlet selbst fithalten kann. „Wir kennen es nicht anders. Von daher ändert sich für uns nichts. Nur, dass wir keine Wettkämpfe haben“, so Wiechert, die sich aufs Rennrad schwingt und trotz des Stillstands weitermacht. Als Sportlerin. Und Vorsitzende der Triathlonfüchse. Um für die Mitglieder da zu sein. „Das ist mir wichtig.“

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