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Springreiten: Emelie Theuerkauf im Stechen dabei

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Von: Renee Sensenschmidt

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Reiterin auf einem Pferd
Emelie Theuerkauf aus Klein Schwechten belegte mit ihrem Pferd Luiggi W den fünften Platz beim Springen der Klasse S mit Stechen. © Sensenschmidt

Kemnitz – Mit einem Sieg von Bernd Schulze im S-Springen mit Stechen ging am Sonntag das dreitägige Reitturnier des RV Kemnitz zu Ende. Dem Suhlendorfer gelang damit die Titelverteidigung beim „Großen Preis“, den er auf Cassico´s Girl bereit im Vorjahr gewonnen hatte. Aber auch die altmärkischen Teilnehmer/innen konnten sich gut behaupten und zahlreiche Schleifen für Siege und Platzierungen erringen.

Mehrere hundert Zuschauer verfolgten an den drei Turniertagen die verschiedenen Prüfungen. Der gastgebende Reitverein hatte wieder für sehr gute Bedingungen für Teilnehmer und Zuschauer gesorgt, der neue Vereinsvorsitzende Ulrich Prehm bestand seine Feuertaufe beim 27. Freilandturnier. „Ich hatte keine Bauchschmerzen, denn ich kann mich auf meine Mannschaft verlassen. Unsere Mitglieder stehen seit Jahren dahinter“, so Prehm, der Ende vergangenen Jahres den Staffelstab von seinem Vater Hans-Dieter Prehm übernommen hatte. Das hohe Zuschauerinteresse freute Ulrich Prehm besonders. Zudem halten zahlreicher Pferdesportler/innen der Region diesem Turnier die Treue. „Armin Streiter hat das Turnier vom Gefühl her noch nie verpasst. Für Reiter wie ihn betreiben wir gerne den Aufwand“, fiel Ulrich Prehm auf Anhieb den Sanner ein, der in der Vergangenheit zahlreiche Siege in Kemnitz erringen konnte und mit seinen Pferden auch diesmal zu den Platzierten gehörte.

Beim abschließend S-Springen verpasste Armin Streiter auf Lady Cadness nach mehreren Abwürfen das Stechen. Auch Jens Kampe (Kunrau) musste auf Agento vom Neumühler Hof musste nach einem Abwurf passen, wie auch Franziska Hosse. Die Springreiterin der RSG Sanne-Fleetmark blieb auf Ellenoy zwar ohne Abwurf, verpasste aber knapp das vorgeschriebene Zeitlimit. Somit war Franziska Hosse am Ende auch nicht platziert, sie erhielt vom Veranstalter aber einen Baumkuchen als Anerkennung für ihre Leistung.

Die Farben der Altmark hielt Emelie Theuerkauf vom RFV Klein Schwechten hoch, die mit einem makellosen Umlauf auf Luiggi W das Stechen erreichten. Dort ging dieses Pferd-Reiter-Paar volles Risiko, leistete sich dabei aber zwei Abwürfe. Dies bedeute am Ende Rang fünf, waren doch die anderen wir Teilnehmer des Stechens erneut fehlerfrei. Titelverteidiger Bernd Schulze griff als vorletzter Starter die Bestzeit von Thilo Schulz (Clenze) an, der auf Zeppelin 40,46 Sekunden für den Stech-Parcours benötigt hatte. Für Schulze und Cassico´s Girl blieb die Zeit bei 38,23 Sekunden stehen. Marcel Buchheim (RSG Uelzener Land) konnte den erneuten Triumph des Stammgastes aus Suhlendorf, der viele Fans im Publikum hatte, noch verhindern. Auch Buchheim war auf Newton schnell und sicher unterwegs, doch am Ende fehlten winzige 0,39 Sekunden zu Platz eins.

Eine Neuerung war am Sonnabend das „Kemnitzer Derby“. Beim Flutlichtspringen der Klasse L mit Stechen mussten auch fünf Naturhindernisse bewältigt werden. Zehn Pferd-Reiter-Paare blieben im Umlauf ohne Fehler, sodass die Zuschauer auch in dieser Prüfung ein spannendes Stechen erlebten. Jens Kampe legte auf Lea vom Neumühler Hof mit 33,52 Sekunden eine Bestzeit vor, die anschließend auch Vielseitigkeits-Landesmeister Dirk Tannhäuser auf Nonkonformist nicht erreichte. Als letzte Starterin griff Lokalmatadorin Marie Mellis mit ihrem Pony Crunchy Boy an und erreichte unter dem Jubel der Zuschauer den zweiten Platz, den dieses Pferd-Reiter-Paar am Sonntag im L-Springen bestätigte. „Das Derby werden wir wiederholen“, will Ulrich Prehm mit seinem Team an dieser Neuerung festhalten.

Neben Jens Kampe, der mit seiner Lea auch das M-Springen gewinnen konnte, Marie Mellis und Emelie Theuerkauf waren weitere Altmärker/innen bei diesem Turnier erfolgreich. Linn Bindemann (RFV Salzwedel), Finja Hoffmann (RFV Käcklitz), Anna-Lena Sakry (RFTV Krumke), Damona Främke (RV Reitstadion Salzwedel) und Axel Schulze (RFV Gardelegen) sicherten sich dabei „Goldene Schleifen“ für einen oder mehrere Sieg(e).

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