HANDBALL – VERBANDSLIGA Stendal entscheidet Abstiegsduell für sich

HV Lok ist „mehr als froh“

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Die Hoffnung bleibt: Ludwig Gercke (HV Lok Stendal) wahrt nach einem Sieg gegen den Konkurrenten TuS Magdeburg-Neustadt die Chance auf den Klassenerhalt.

Stendal – „Das war sicherlich nicht von Anfang bis Ende überzeugend. Man hat gesehen, dass am Anfang eigentlich beide Mannschaften nervös waren“, konnte Jörg Schulze, Trainer des Handball-Verbandsligisten HV Lok Stendal, am Sonntagnachmittag in heimischer Halle gegen den TuS Magdeburg-Neustadt beobachten.

Nach Abpfiff war Schulz aber „mehr als froh“, dass seine Sieben das wichtige Abstiegsduell mit 31:25 (16:12) für sich entscheiden konnte. Nach diesem Sieg steht Stendal mit elf Zählern auf dem elften Tabellenplatz und hat die Ausgangslage im Tabellenkeller etwas verbessert.

Es dauerte vier Minuten, bis die Zuschauer das erste Tor sehen konnten. Zu Beginn leisteten sich beide Teams Fehlwürfe oder scheiterten am gegnerischen Torhüter. Dann kam der HV Lok besser in die Partie. Die Gegenstöße wurden verwertet und Magdeburg bekam die Gastgeber nicht in den Griff. Dann ließ Stendal nach und bekam die Quittung. „Wir hatten eine kleine Schwächephase in der ersten Halbzeit, wo wir in Rückstand geraten. Aber auch da haben wir uns herausgekämpft“, sagte Schulze. Nach 19 Minuten ging Magdeburg erstmals in Führung. Mehr als zu diesem Zeitpunkt konnte der TuS der Schulze-Sieben nicht gefährlich werden. Der HV Lok löste das Problem nach einer Auszeit und erspielte sich eine 16:12-Halbzeitführung, die aufgrund der guten Leistung des TuS-Torwarts hätte höher ausfallen können.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Altmärker energisch auf die Platte zurück und spielten sich in einen Rausch – 20:13 (33.). Stendal wirkte durch den Vorsprung sicherer und spielfreudiger als der Gegner. Es klappte fast alles und Magdeburg hatte sich bereits aufgegeben. Dies nutzten die Hallenherren für sich. „Wir haben jedem Spieler die Einsatzzeiten geben wollen, dass jeder zumindest ein paar Minuten spielt.“ Ersatztorwart Peter Kalkowski fügte sich direkt gut ein, indem er einen Siebenmeter parieren konnte. Den Vorsprung ließen sich die Stendaler nicht mehr nehmen und brachten das verdiente Ergebnis ins Ziel. Somit wurden weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt. Die Aufgabe wird am kommenden Sonnabend nicht leichter: Stendal empfängt den Tabellenführer HSV Haldensleben. HV Lok Stendal (Tore): Kurze, Kalkowski - Schumann (6), Gercke (6), Leinung (4), Lemme (2), Hepper (1), Stephan (1), Rosentreter (3), Sens (1), Tembe (3), Görnemann (4), Grimmer, Mehlich.

VON PATRICK NOWAK

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