FUSSBALL – OBERLIGA: Lok auch bei Hertha Zehlendorf nicht chancenlos

Mehr als nur ein Außenseiter

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Unter Strom: Lok-Trainer Jörn Schulz (links) lebte gegen TeBe den Einsatz an der Seitenlinie vor. Morgen muss seine Mannschaft auswärts bei Hertha Zehlendorf bestehen.

Stendal/Berlin – Der 1. FC Lok Stendal trifft am morgigen achten Oberliga-Spieltag auswärts auf den FC Hertha 03 Zehlendorf. Für die Altmärker ist es Teil zwei einer Topspiel-Trilogie.

In der Vorwoche ging es gegen Spitzenreiter TeBe Berlin (2:2), Hertha 03 geht als Zweiter ins Wochenende und am kommenden Spieltag gibt sich mit dem Greifswalder FC der aktuelle Tabellendritte im „Hölzchen“ die Ehre. Wenn die Partie in der Hauptstadt morgen um 14 Uhr von Schiedsrichter Marcel Riemer angepfiffen wird, hat der 1. FC Lok zwar die Außenseiterrolle inne, so krass wie noch vor wenigen Monaten ist diese aber längst nicht mehr.

„Wenn wir da auch so eine Performance liefern, können wir da auch versuchen etwas mitzunehmen“, sagte Stendals Trainer Jörn Schulz nach der jüngsten Punkteteilung gegen TeBe mit Blick auf die kommende Aufgabe. Nicht nur die beeindruckende Leistung seiner Elf gegen den Tabellenführer dürfte ihm diese Zuversicht verleihen, sondern auch die bisherige Bilanz der Stendaler in der noch jungen Oberliga-Saison. Auswärts sind die Eisenbahner nämlich noch ungeschlagen. Ihr größter Coup auf fremdem Platz: Ein 1:1 bei der TSG Neustrelitz, dem vierten Team aus dem Spitzenquartett. Insgesamt hat Stendal überhaupt erst einmal verloren, teilte aber fünfmal auch nur die Zähler. Mal war es glücklich, mal war Pech dabei. „Wir hätten schon den einen oder anderen Punkt mehr haben müssen“, bilanziert Schulz, der mit seiner Elf dennoch im Soll ist.

Bei der Hertha gehen die Eisenbahner morgen wieder auf die Jagd nach Bonuspunkten. Dass die Gäste dabei erneut auf eine kompakte Defensive bauen und ihr Heil in Kontern und Standards suchen, liegt auf der Hand. Schließlich haben die Zehlendorfer um den ehemaligen Lok-Stürmer Benedikt Nellessen vier ihrer letzten fünf Spiele gewonnen. Und auch der Top-Torjäger der Oberliga, Sebastian Huke, ist mit sechs Treffern aus sieben Partien schon wieder in Form.

Ihn zu stoppen, wird eine der Hauptaufgaben der Schulz-Elf sein. Gegenüber dem TeBe-Spiel dürfte der Lok-Coach kaum umstellen. Gut möglich nur, dass Rechtsaußen Martin Krüger wieder für Max Salge in die Startelf rutscht. In der starken Defensive sind sportlich keine Veränderungen nötig.

Voraussichtliche Aufstellung: Giebichenstein - Behring, Schaarschmidt, Baudis, Mahrhold - Schubert - Buschke, Kolzenburg, Gödecke, Krüger - Neumann.

VON TOBIAS HAACK

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