TENNIS – LANDESMEISTERSCHAFTEN: Amy Marscheider zog erneut ins Finale ein

„Megamäßiges Gefühl“

Vizelandesmeisterin Amy Marscheider. 
+
Vizelandesmeisterin Amy Marscheider. 

Halle – 24 Siege, nur sechs Niederlagen: Die Matchbilanz von Amy Marscheider im Jahr 2019 ist überzeugend. Mit der Leistungsklasse 8 in die Saison gestartet, hat sie sich inzwischen schon in die LK 5 vorgespielt. Bis zur LK 4 fehlen nicht mehr viele Punkte.

Das Stendaler Tennistalent spielt eine starke Saison. Zufrieden ist die 16-Jährige dennoch nicht zu hundert Prozent.

Am zurückliegenden Wochenende trat Amy Marscheider bei den Landesmeisterschaften der Damen in Halle an. Ungesetzt, aber mit großen Ambitionen. Doch schon im Viertelfinale beim Stand von 4:1 im ersten Satz zog sie sich eine Oberschenkelzerrung zu. Sie gewann die Partie zwar 6:3, 6:1. Doch die Schmerzen hemmten sie in der Beinarbeit. Aufgeben war dennoch keine Option.

Im Halbfinale wartete wie schon bei den Titelkämpfen unterm Hallendach die Topgesetzte Leni Hirschmann vom gastgebenden TC Sandanger Halle. „Ich muss mich echt bei allen Helfern bedanken, die mir Linderung verschafft haben“, blickt Amy Marscheider zurück. Nur dank Kühlung und Kompresse konnte sie überhaupt zur Vorschlussrunde antreten. Und diese begann alles andere als gut. Schnell lag die Stendalerin 0:5 hinten. „Aber ich wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen und musste richtig beißen.“ Mit enormer Willenskraft kämpfte sie sich auf 5:5 heran. Wenig später ging es in den Tiebreak. Auch hier lag sie 1:4 zurück, um am Ende noch 7:5 zu gewinnen. Im zweiten Satz hatte sie den mentalen Vorteil auf ihrer Seite, holte diesen mit 6:2. „Das war ein megamäßiges Gefühl, weil ich so gebissen habe.“

Für das Finale am Sonntag hatte sich Amy Marscheider viel vorgenommen. Vielleicht zu viel. Erneut bekam sie es mit Amina Kuc vom Biederitzer TC zu tun. Ihr war sie bereits bei den Hallenlandesmeisterschaften im Finale unterlegen. Und auch dieses Mal reichten die Kräfte nicht. „Ich will es nicht auf die Verletzung schieben, ich war einfach schlechter“, resümierte die 16-Jährige. 4:6, 1:6 hieß es am Ende. Über den Vizetitel konnte sie sich zunächst auch nicht richtig freuen. Zu groß ist der Ehrgeiz. Doch die Saison ist längst nicht vorbei. Die Bilanz wird Stendals Tennistalent mit Sicherheit noch ausbauen.

VON SABINE LINDENAU

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare