Uchtspringe nach 1:0-Auswärtssieg in Salzwedel Tabellenführer / Lenz verwandelt Strafstoß

Mediziner springen auf Platz eins

Die entscheidende Szene des Spiels: Im Strafraum geraten Salzwedels Marko Trostmann (links) und Uchtspringes Florian Marunde (Mitte) aneinander. Schiedsrichterin Susett Kramp (rechts) entscheidet auf Strafstoß. Foto: Barklage

Salzwedel. Jörn Schulz pustete nach dem Schlusspfiff kräftig durch. Seine Mannschaft hatte soeben durch einen 1:0-Auswärtserfolg bei Eintracht Salzwedel die Tabellenführung der Fußball-Landesklasse erobert. Aber es war ein hartes Stück Arbeit.

Lange Zeit war das Spitzenspiel keines. Beide Mannschaften setzten zunächst auf ihre starken Defensivreihen. Das Geschehen spielte sich zumeist zwischen den beiden Strafräumen ab. Gravierende Torchancen auf beiden Seiten waren Mangelware. „Die ersten 30 Minuten hat meine Mannschaft, das umgesetzt, was ich von ihr verlangt habe. Die Defensive stand gut. Mit vorgeschrittener Spieldauer haben wir dann keinen richtigen Zugriff bekommen“, analysierte Eintracht-Trainer Burghardt Schulze. Sein Gegenüber sah es ähnlich: „Die erste Halbzeit wollten wir zu Null spielen um dann in den zweiten 45 Minuten richtig Gas zu geben. Der Sieg ist im Endeffekt glücklich, aber verdient“, fand Schulz.

Für die 159 zahlenden Zuschauer auf der „Flora“ in Salzwedel war vor allem die erste Halbzeit schwere Kost. Die erste Torannäherung hatten die Gäste mit einem harmlosen Kopfball von Michael Runge nach 33 Minuten. Die Eintracht hatte im Angriff so gut wie gar nichts zu bieten. So ging es zwangsläufig torlos in die Pause.

Nach Wiederbeginn riss der Gast aus Uchtspringe das Spielgeschehen immer mehr an sich ohne besonders gute Torchancen herauszuarbeiten. „Für die Zuschauer war es wahrlich kein Leckerbissen, aber es waren zwei Teams auf Augenhöhe, die sich begegnet haben“, erklärte Schulz, der dann in der 74. Minute den entscheidenen Zweikampf im Eintracht Strafraum zwischen dem Salzwedeler Marko Trostmann und Medizins Florian Marunge mit ansah. „Den kann man schon geben“, befand Schulz und auch Trostmann pflichtete ihm bei: „Es kam zum Kontakt, Marunde hat das clever gemacht.“ Mathias Lenz verwandelte den Strafstoß dann anschließend sicher zur Führung, die bis zum Schluss Bestand haben sollte.

„Von dieser Niederlage geht die Welt nicht unter. In der Offensive waren wir zu schwach“, so Schulze nach Spielende.

Von Alexander Barklage

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