Hallenfußball: Der Hallenkreismeister triumphiert beim stark besetzten Turnier des Post SV Stendal

Medizin dreht erst spät auf

Sie begannen schwach, wussten sich in den entscheidenen Momenten aber zu steigern. Die amtierenden Hallenkreismeister von Medizin Uchtspringe setzten sich auch beim Turnier des Post SV Stendal die Krone auf. Fotos (6): Haack

Stendal. Es wird als ein absoluter Höhepunkt in die Hallensaison 2012/2013 eingehen, das Turnier des Post SV Stendal am vergangenen Donnerstag.

Mit 500 Zuschauern wurde ein neuer Rekord aufgestellt, Sky-Moderator Christian Sprenger führte durch den Abend, Schiedsrichter Bernd Heynemann behielt wie in alten Zeiten den Überblick und ein Ausfall der Lichtanlage kostete dem großen Favoriten Lok Stendal möglicherweise den Sieg. Am Ende gewann mit Medizin Uchtspringe die Mannschaft, die sich im Turnierverlauf am meisten steigern konnte.

Vorrunde

Die Gruppenphase verlief in beiden Staffeln fast parallel. Mit dem SV Eintracht Vienau und dem Post SV Stendal gab es jeweils eine Mannschaft, die abgeschlagen Gruppenletzter wurde. Diese Konstellation führte dazu, dass es in jeder Gruppe ein Endspiel um den Einzug ins Halbfinale gab.

In Staffel I lautete diese Partie Germania Tangerhütte gegen Medizin Uchtspringe. Die Tangerstädter benötigten nur ein Remis, spielten an diesem Tag aber zu lustlos und schieden nach dem 1:2 gegen die Mediziner verdientermaßen aus. Alles überragend war der 1. FC Lok Stendal, der den technisch besten Fußball bot und problemlos den Sprung unter die besten Vier schaffte.

In der anderen Gruppe sicherte sich Uenglingen dank eines 5:0-Erfolges über Post den Sieg. Den zweiten Platz erspielte sich Havelwinkel Warnau mit einem überlegenen 2:0 über Arneburg im entscheidenden letzten Duell.

Halbfinale

In der ersten Halbfinalpaarung standen sich Uchtspringe und Uenglingen gegenüber. Beide Parteien fanden ohne Anlaufprobleme in die Begegnung, sodass es nach 50 Sekunden schon 1:1 stand. Danach agierten die Mannschaften vorsichtiger, wobei Uchtspringe aber zu den besseren Chancen kam. Die beste vergab Marcel Brinkmann, der am Pfosten scheiterte. Weil sonst nichts mehr passierte ging es ins Neunmeterschießen. Dort verschossen Jan-Hendrik Lange und Christian Eich auf Uenglinger Seite, während Manuel Stoppa und Brinkmann für Medizin die Nerven behielten.

Das zweite Halbfinale begann mit einem Paukenschlag. Ehe sich die favorisierten Stendaler versehen hatten, brachte Felix Belling Havelwinkel mit einem Doppelpack in Führung. Der 1. FC Lok rannte nun an, fand aber keine Lücke. Ein Distanzschuss brachte das 1:2, doch bevor der Ball einschlug, fiel das Licht in der Halle aus – der Treffer zählte nicht. Am Ende gewann Warnau 3:1 und feierte den Sturz des Favoriten.

In den anschließenden Platzierungs-Neunmeterschießen setzten sich Vienau und Arneburg durch.

spiel um Platz 3

Im kleinen Finale wollten die Stendaler mit einem Sieg Wiedergutmachung betreiben, doch Christian Müller-Bollenhagen brachte Viktoria Uenglingen zunächst in Front. Der Ausgleich von Maik Aumann rettete Lok ins Neunmeterschießen, was Stendal gewann.

Finale

Pünktlich zum Endspiel rief Medizin Uchtspringe seine beste Leistung ab. Ein Hinterhaltsschuss von Florian Marunde brachte das 1:0 (1.), eine tolle Kombination, die Mathias Lenz abschloss, das 2:0 (4.). Havelwinkel spielte in dieser Partie zu umständlich vor dem Tor und kam nur zum Anschluss durch Danny Meier. Das 3:1 besorgte Manuel Stoppa und sicherte damit den Turniersieg ab.

Von Tobias Haack

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