RUDERN Paul Berghoff wird bei der EM Sechster im Einer

Medaille knapp verpasst

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Kraft und Ausdauer sind beim Rudern gefragt. Der Stendaler Paul Berghoff erreichte bei der Junioren-EM in Essen das Finale, verpasste aber die erhoffte Medaille.

Essen – Der Medaillentraum bei der Junioren-Europameisterschaft in Essen ist geplatzt. Doch die Chance, bei den Weltmeisterschaften in Tokio an den Start gehen zu können, ist noch nicht vertan für Paul Berghoff.

Der Stendaler, der für den SC Magdeburg in dieser Saison im Einer rudert, musste sich im Finale in Essen mit Rang sechs begnügen.

„Ich bin überhaupt nicht zufrieden“, ärgert sich der 17-Jährige. Zwei Wochen zuvor war er bei der Regatta in München nur 0,2 Sekunden hinter dem bei der EM Drittplatzierten Schweizer ins Ziel gerudert. Am Wochenende hat es nicht gereicht. Dabei hatte der Altmärker den Vorlauf souverän vor den Booten aus Bulgarien, den Niederlanden, Italien, Serbien und Slowenien gewonnen und sich damit direkt für das Halbfinale qualifiziert. Dort überquerte er als Dritter die Ziellinie und hatte so das A-Finale erreicht. „Die Aufregung war groß. Das war das erste Mal bei einer großen Regatta im Einer“, suchte Paul Berghoff nach Erklärungen. Sein Start im Endlauf war gründlich misslungen. Den Rückstand konnte er nicht mehr wettmachen und kam als Sechster ins Ziel. „Ich hätte vorn mitfahren können“, hat der ehrgeizige Ruderer seinen Traum von der Teilnahme an der WM längst nicht aufgegeben. Bei der Regatta in Hamburg vom 30. Mai bis 2. Juni kann er sich qualifizieren. Dort würde Lampenfieber auch kein großes Thema sein, weil es sich um ein nationales Rennen handle.

Für Paul Berghoff kommt es darauf an, in den kommenden Wochen im Training weiter Gas zu geben. Schließlich kann er stolz sein, im Einer sitzen zu können. Der ist nämlich immer für den Starter gedacht, der die nationale Rangliste gewinnt, was ihm vor Kurzem gelungen ist. „Tokio soll für mich zur Revanche werden“, gibt sich der Stendaler kämpferisch. Die Weltmeisterschaften in Japan finden vom 2. bis 11. August statt. Zuvor steht neben dem Qualifikationswettkampf in Hamburg noch eine weitere Regatta an – bei der Deutschen Meisterschaft in Brandenburg. Und vor der WM gehen die deutschen Teilnehmer noch für vier Wochen in ein Trainingslager. Auf der Anlage in Berlin-Grünau haben sie optimale Bedingungen, um sich vorzubereiten. Natürlich möchte Paul Berghoff dann auch mit dabei sein.

VON SABINE LINDENAU

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