Fußball – Landespokal: Stendal unterliegt Magdeburg mit 0:1

Maximal unangenehm

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Kapitän Marius Sowislo feierte mit dem 1. FC Magdeburg den Gewinn des Fußball-Landespokals.

Magdeburg. Der 1. FC Lok Stendal hat das gestrige Finale im Fußball-Landespokal gegen Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg erwartungsgemäß verloren.

Vor 4 000 Zuschauern im ausverkauften Magdeburger Heinrich-Germer-Stadion gelang es den Altmärkern jedoch, die Partie über 90 Minuten offen zu halten. Der Favorit gewann lediglich mit 1:0 (1:0).

Martin Gödecke (r.) verlor mit dem 1. FC Lok Stendal das Landespokal-Finale gegen den 1. FC Magdeburg knapp mit 0:1.

Trainer Sven Körner setzte gegen den scheinbar übermächtigen Gegner auf eine kompakte 5-4-1-Grundformation und sorgte damit zumindest für einen kleinen Überraschungsmoment. „Es war ein bisschen anders, als in dem Spiel, das wir vorher beobachtet hatten, aber die ganz große Überraschung war es nicht“, kommentierte FCM-Trainer Jens Härtel den taktischen Kniff seines Gegenübers. Ernsthafte Schwierigkeiten waren bei den Magdeburgern in der Anfangsphase auch nicht auszumachen. Im Gegenteil: Bereits in der ersten Minute bot sich Philip Türpitz eine kleine Chance. Wenig später folgte der erste Hochkaräter. Freistehend scheiterte der Drittliga-Spieler des Jahres an Loks Torwart Lukas Kycek (7.). Der 1. FCM tat den Stendalern von Beginn an nicht den Gefallen, sie zu unterschätzen. Wie in der Liga setzte Härtel auf sein übliches 3-4-3-System. Mit den gewohnten Abläufen schafften es die Magdeburger, das Spiel klar zu dominieren. Der Ball lief und Lok zumeist hinterher. Mit zunehmender Spieldauer blieb auch die Entlastung der Stendaler auf der Strecke. Wie aus dem Nichts bot sich dann aber auch Lok die erste Möglichkeit. Der auffällige Niclas Buschke scheiterte nach guter Kombination an Mario Seidel im FCM-Tor (21.).

Der Stendaler Johannes Mahrhold (l.) im Zweikampf mit dem Magdeburger Florian Pick.

Ins Spiel des 1. FCM schlichen sich nun einige technische Unzulänglichkeiten, die Lok dazu veranlassten, mutiger ins Pressing zu gehen. Ausgerechnet in diese beste Stendaler Phase fiel das Magdeburger Führungstor. Florian Pick setzte sich auf der linken Bahn gegen Martin Gebauer und Tim Schaarschmidt durch, in der Mitte hatte Christian Beck keine Mühe mehr - 1:0 (29.). „Da haben wir einmal nicht konsequent verteidigt“, bemängelte Körner als Ursache des Gegentors. Da Marius Sowislo eine weitere Chance liegen ließ (36.), ging es mit dem 1:0 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie optisch einseitig, zog ihre Spannung aber aus dem knappen Spielstand. Dieser änderte sich auch nicht, da die Härtel-Elf in der Chancenverwertung sündigte. Christopher Handke (51.), Beck (56., 83.), Sowislo (76.) und Dennis Erdmann (90.) ließen die besten Möglichkeiten verstreichen. „Dass wir das zweite Tor nicht machen, war unser Problem“, resümierte Härtel.

Der knappe Rückstand machte dem 1. FC Lok nämlich Mut. Immer öfter traute er sich nun ins Pressing und sorgte somit teilweise für verblüffte Magdeburger. Sogar die Großchance zum Ausgleich ergab sich. Erdmann unterschätzte einen langen Ball, Buschke war zur Stelle, umkurvte den Keeper, doch sein Schuss wurde auf der Linie geklärt (59.). „Wenn der reingeht, wird das ein richtig unangenehmes Spiel für uns“, atmete Härtel durch. „Mit ein bisschen Glück retten wir uns dann in die Verlängerung“, ärgerte sich Körner. Doch der Ball ging nicht rein, ebenso wie ein Freistoß von Franz Erdmann, der über das Tor strich (52.).

Die Spieler des 1. FC Lok Stendal bedankten sich bei ihren mitgereisten Fans für die Unterstützung.

Es blieb beim verdienten Magdeburger 1:0-Sieg, der letztlich die Titelverteidigung des Landespokals bedeutete. Für den 1. FC Lok Stendal geht es schon morgen Abend (19.15 Uhr) mit einem Nachholspiel gegen Merseburg 99 weiter. Der FCM verabschiedete sich wie angestrebt mit dem Triple aus Aufstieg, Meisterschaft und Pokal in den Urlaub.

Statistik

• Tor: 0:1 Christian Beck (29.).

• 1. FC Lok Stendal: Kycek - Gebauer, Groß, Mahrhold, Iereidis, Schaarschmidt, - Krüger (81. Salge), Erdmann (70. L. Breda), Schubert, Kühn (75. Gödecke) - Buschke.

• 1. FC Magdeburg: Seidel - Erdmann, Handke (67. Rother), Schäfer - Costly, Sowislo, Laprevotte, Butzen - Türpitz, Beck, Pick (86. Chahed).

Von Tobias Haack

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