FUSSBALL Landesligist SSV 80 Gardelegen ist zum Warten gezwungen

„Die Maßnahmen müssen greifen“

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Aktuell nicht denkbar: Landesliga-Fußball findet beim SSV 80 Gardelegen, hier mit Martin Gille (li.), aufgrund der aktuellen Lage nicht statt.

Gardelegen – „Der Sport rückt derzeit vollkommen in den Hintergrund. Wichtig ist einfach, dass die Maßnahmen greifen“. Norbert Scheinert, Trainer des Fußball-Landesligisten SSV 80 Gardelegen, brachte die aktuelle Situation auf den Punkt.

Wie praktisch überall liegt sowohl der Trainings- als auch der Spielbetrieb bei den Rolandstädtern aufgrund der Corona-Pandemie lahm.

„Das Leben muss aber natürlich weitergehen, wir dürfen trotz der aktuellen Lage unseren Humor nicht verlieren“, blickte der SSV-Coach dennoch optimistisch nach vorn, obwohl er nicht weiß, wann oder ob es zeitnah überhaupt weitergeht. „Wir haben eine WhatsApp-Gruppe und halten darüber auch Kontakt. Mehr geht derzeit einfach nicht“, beschreibt Scheinert. „Die Jungs haben zwar individuelle Trainingspläne erhalten und müssen so versuchen, sich selbst fit zu halten. Ich kann und werde das natürlich nicht kontrollieren, vertraue den Jungs aber in dem Punkt voll und ganz“, berichtet der Gardelegener Trainer.

Wann und ob es überhaupt mit dem Spielbetrieb weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen. Norbert Scheinert schaut allerdings schon etwas sorgenvoll in die nähere sportliche Zukunft. „Es kursieren ja derzeit einige mögliche Szenarien, wie es mit dem Spielbetrieb weitergehen könnte. Ich bin ehrlich gesagt auch etwas ratlos, denn ich kann mir derzeit keines der Szenarien wirklich vorstellen“, gibt er offen zu. „Die aus meiner Sicht optimalste Lösung wäre es natürlich, die Saison normal auszuspielen. Das ist aber wohl nur denkbar, wenn es auch relativ zügig losginge. Den aktuellen Tabellenstand als Grundlage für die kommende Saison zu nehmen, geht denke ich nicht. Es sind jedoch noch weitere Möglichkeiten im Gespräch, selbst eine mögliche Annullierung der laufenden Saison wäre für uns kein Weltuntergang“, so Scheinert, der trotz der ungewissen Lage entspannt bleibt. „Wir warten einfach ab und werden die Entscheidungen akzeptieren.“

Sollten dann tatsächlich zeitnah Punktspiele zur Austragung kommen, sieht der Gardelegener Trainer dem ebenfalls gelassen entgegen. „Die Jungs verlernen ja trotz der langen Unterbrechung das Fußballspielen nicht. Zudem haben ja auch alle die gleichen Voraussetzungen, denn es konnte ja keine Mannschaft wirklich trainieren. Auf der anderen Seite fehlt natürlich der Rhythmus und auch die Automatismen greifen nicht mehr so. Aber auch damit haben alle Mannschaften zu kämpfen“, weiß Scheinert.

Und obwohl die nähere Zukunft noch völlig offen ist, blicken die Verantwortlichen des SSV bereits auf die kommende Spielzeit. „Wir stecken schon mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison. Wie in den Vorjahren auch haben wir in der Vorbereitung Ende Juli bereits ein Trainingslager geplant und gebucht. Ob das allerdings durchführbar ist, weiß jetzt natürlich noch keiner.“

Aber das ist wie gesagt noch Zukunftsmusik. Aktuell beherrscht lediglich ein Thema das alltägliche Leben. „Die Jungs sind aber alle gesund und das ist derzeit einfach das Wichtigste“, unterstreicht der SSV-Trainer noch einmal.

VON TOBIAS WEBER

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