TISCHTENNIS Klötzerin mit Ilona Söfftge und „grüner Wand“ ins Finale

Marita Oscheja holt EM-Silber

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Marita Oscheja (2.v.r.) und Ilona Söfftge (r.), hier vor dem Duell gegen Ratchaneewarn Kraska und Helga Sperka, sicherten sich bei der Europameisterschaft im Tischtennis die Silbermedaille im Doppel der Altersklasse W60.

Altmark – In Budapest fanden die Europameisterschaften im Tischtennis der Senioren statt. Mit dabei waren auch die Klötzerin Marita Oscheja sowie Christiane und Klaus Zufall aus Bismark.

Marita Oscheja erfüllte sich in der ungarischen Hauptstadt einen Medaillen-Traum, sie holte mit Partnerin Ilona Söfftge Silber im Doppel.

Die Teilnehmer hatten an fünf Turniertagen ein umfangreiches Programm zu absolvieren, standen doch nach der Gruppenphase entsprechend der Platzierung noch die finale K.o.-Runde oder die Platzierungsrunde an.

Marita Oscheja, die in der Kreisoberliga für die Männer von Chemie Mieste III ihre Punktspiele bestreitet, erreichte im Einzel der Altersklasse W60 zunächst Platz zwei in ihrer Gruppe. Nach einer 0:3-Niederlage gegen Brit Hansen (Norwegen) besiegte sie die Französin Sabine Namik (3:0) und die Ukrainerin Tamara Krevchuk (3:1). In der K.o.-Phase folgte ein 3:0-Sieg gegen Annick Poppe (Belgien), ehe es in der Runde der letzten 32 eine 1:3-Niederlage gegen Janel Johns aus England gab.

„Grüne Wand“

Im Doppel eilte Marita Oscheja mit ihrer Partnerin Ilona Söfftge aus Halle und der lautstarken Unterstützung zahlreich mitgereister und mit grünen Shirts bekleideter Saalestädter von Sieg zu Sieg. „Die ,grüne Wand‘ hat uns mächtig geholfen“, bedankte sich Marita Oscheja in Anlehnung an die grün-rote Wand der Fans des SC Magdeburg für die Unterstützung.

Alle drei Gruppenspiele (3:0, 3:1, 3:1) wurden gewonnen, anschließend setzten sich die beiden Sachsen-Anhaltinerinnen mit 11:9 im Entscheidungssatz gegen Thornbeck/Baumann (Estland/Deutschland) durch. Es folgte ein sicherer 3:0-Sieg gegen Litman/Kravchuk (Israel/Ukraine), ehe im Viertelfinale ein richtiger Krimi folgte. Gegen Helga Sperka und Ratchaneewarn Kraska (Österreich/Frankreich) gingen die ersten beiden Sätze mit 10:12 und 14:16 verloren. Danach schafften Oscheja/Söfftge mit 14:12 und 11:2 zunächst den Satzausgleich. Im Entscheidungssatz führten die Gegner bereits mit 10:7, doch nach einer Auszeit und Abwehr der drei Matchbälle siegten die Sachsen-Anhaltinerinnen noch mit 12:10. „Das war der Hammer. Ich habe immer an unseren Erfolg geglaubt“, berichtete die Klötzerin.

Silber im Doppel

Im Halbfinale hatten es beide dann etwas leichter, Jana Gillanyiova aus der Slowakei und Alena Klisova (Tschechien) wurden ohne Satzverlust bezwungen. Im Endspiel trafen Oscheja/Söfftge auf die beiden Einzelfinalistinnen Branka Batinic (Kroatien) und Larissa Farina (Russland), die ihrer Favoritenrolle mit einem klaren 3:0-Sieg auch gerecht wurden. Die Niederlage steckte Marita Oscheja aber schnell weg. Der Stolz, EM-Silber gewonnen zu haben, war deutlich größer. „Damit war nicht zu rechnen, zumal ich mich im Februar schwer am Handgelenk verletzt hatte und erst Ende April wieder den Schläger in die Hand nehmen konnte.“ Landesmeister, Mitteldeutscher Meister und nun Vize-Europameister – Ilona Söfftge und Marita Oscheja haben ihre gemeinsame Laufbahn nun auch auf internationaler Ebene gekrönt.

Zweimal Zufall

Christiane Zufall blieb im Einzel der Altersklasse W60 in den Gruppenspielen zunächst ohne Satzgewinn. In der Trostrunde besiegte die Bismarkerin dann aber Ivanka Benkova (Slowakei) mit 3:0 und Christine Maradeix (Frankreich) in fünf Sätzen. In der Runde der letzten 32 kam gegen Landsfrau Brigitta Reisinger (1:3) das Aus. Mit Heidrun Krause aus Schleswig-Holstein bestritt die Bismarkerin die Doppel-Konkurrenz, beide mussten jedoch in vier Begegnungen stets Niederlagen hinnehmen.

Ebenso erging es Klaus Zufall im Doppel der M65 mit Partner Klaus Bergmann, die sich dreimal geschlagen geben mussten. Ein wenig besser lief es für den Bismarker im Einzel. Nach zwei Niederlagen konnte er das dritte Gruppenspiel gegen den Esten Valentin Tsoganow mit 3:0 gewinnen. In der Trostrunde besiegte Klaus Zufall dann den Dänen Thomas Ensbye mit 3:1 und setzte sich kampflos gegen den Schweden Benny Strand durch. In der Runde der letzten 32 gab es gegen den Polen Jerzy Tokarski eine 0:3-Niederlage.

VON RENEE SENSENSCHMIDT

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