Handball – Oberliga: SV Oebisfelde besiegt HSV Apolda mit 23:21 (9:9) / Enormer Kampfgeist

Manuel Weis der große Rückhalt

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Daniel Schliephake steuerte neun Treffer zum 23:21-Heimsieg des SV Oebisfelde in der Mitteldeutschen Oberliga gegen den HSV Apolda bei.

Oebisfelde. Im Heimspiel der Mitteldeutschen Oberliga kamen die Handballer des SV Oebisfelde zu einem verdienten 23:21 (9:9)-Erfolg gegen den HSV Apolda.

Grundlage für den zweiten Saisonsieg war eine ganz starke Mannschaftsleistung, aus der ein überragender Keeper Manuel Weis und der schnelle Linksaußen Daniel Schliephake noch herausragten.

Mit einem Sieg hatte keiner der gut 250 Zuschauer in der Hans-Pickert-Halle gerechnet, da sich vor der Partie die derzeitigen personellen Nöte durch den kurzfristigen Ausfall von Spielmacher Alexander Vogel (Magen-Darm-Grippe) weiter verschärften. Doch einmal mehr wuchsen die Oebisfelder über sich hinaus. Einer kämpfte für den anderen, man sah den Jungs von Beginn an ihren absoluten Siegeswillen an.

Florian Kamm traf nach super Paraden von Manuel Weis doppelt zur 2:0-Führung (4.), Steve Sauer legte zum 3:1 nach, abermals Kamm erhöhte doppelt auf 5:2, dann netzte Youngster Max Heidler vom Kreis zum 6:3 ein (17.). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der SVO den Gegner im Griff. Doch nach dem 7:4 durch Daniel Schliephake (19.) kam Sand ins Getriebe, plötzlich lief nichts mehr. Die HSV-Sieben nutzte diese Schwächephase des SVO und wendete mit vier Treffern in Folge zum 7:8 das Blatt (26.). Mit einem 9:9 ging es in die Pause.

Mit einem starken Manuel Weis im Rücken drehten die Allerstädter nach dem Wechsel richtig auf. Nach dem 9:10 brachten Tim Schroeter, Daniel Schliephake (2) und der 38-jährige David Eckert den SVO mit 13:10 in Führung (42.). Konnte Apolda noch einmal zum 13:12 verkürzen, so überrannten die Oebisfelder den Gegner in der Folge förmlich mit Kontern und sieben Treffern in Folge durch Tim Schroeter (2), Steve Sauer und allen voran Daniel Schliephake (4) – 20:12 (51.). Nach dem 23:17 durch Steve Sauer vom Siebenmeterpunkt (58.) waren die SVO-Akteure in Gedanken schon beim Feiern und so konnte der HSV noch zum 23:21-Endstand verkürzen.

Coach Thomas Meinel musste tief durchatmen. „Es ist schon erstaunlich, wie wir immer wieder improvisieren können. Das Abwehrbollwerk um Torhüter Manuel Weis legte den Grundstein zum Sieg. Und in der zweiten Halbzeit haben wir mit Erfolg vor allem über die linke Seite viel Tempo gemacht. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, wir haben völlig verdient gewonnen. Durch die richtige Einstellung und Kampfbereitschaft hat sich gezeigt, was möglich ist. Diese Punkte nehmen wir als Aufsteiger gerne mit.“

• SV Oebisfelde: Weis, Drese - Kamm (4 Tore), Kalupke, Heidler (1), Butzek, Koch (1), Schroeter (4), Eckert (1), D. Schliephake (9), Sauer (3).

Von Jörg Staade

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