Fußball – Landespokal: Warnau trifft auf Regionalligist Halberstadt / Gardelegen erwartet Bernburg

„Man glaubt, man ist im Märchen“

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Was man im Landespokal erreichen kann, haben Trainer Sven Körner und sein 1. FC Lok Stendal in der vergangenen Saison mit dem Finaleinzug eindrucksvoll bewiesen.

Altmark. Das ganz große (Landespokal-)Los war nicht mehr im Topf, denn mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga hat der 1. FC Magdeburg nicht mehr die Gelegenheit, seinen Titel zu verteidigen.

Damit fehlte bei der gestrigen Auslosung der 1. Hauptrunde, die am Wochenende 18./19. August ausgespielt wird, zumindest der klangvollste Namen. Allerdings nur in den Lostöpfen, denn mit Marius Sowislo nahm der ehemalige Kapitän des 1. FCM die Auslosung vor.

Mit dem Oberligisten 1. FC Lok Stendal, den drei Landesligisten TuS Bismark, SSV Havelwinkel Warnau und SSV Gardelegen sowie den beiden Kreispokalsiegern SV Liesten (Altmark West) und Rot-Weiß Arneburg (Altmark Ost) waren gleich fünf Regionsvertreter im Lostopf.

Zunächst ging es jedoch darum, die drei Ausscheidungsspiele zu ermitteln. Hier blieben die Altmärker allerdings außen vor. Dann ging es also ans Eingemachte. Als erste Mannschaft in der 1. Hauptrunde Nord wurde direkt der SSV Gardelegen gezogen, der sich über ein Heimspiel freuen kann und zudem auf einen höherklassigen Gegner trifft, denn der SSV bekommt es mit dem Oberligisten TV Askania Bernburg zu tun. „Es ist auf jeden Fall ein attraktiver Gegner. Auch wenn es für uns ein weiteres Testspiel ist, werden wir diese Partie natürlich sehr ernst nehmen und wollen uns gut präsentieren“, blickte SSV-Coach Norbert Scheinert auf sein Erstrunden-Los.

Oberligist 1. FC Lok Stendal muss beim VfB Ottersleben antreten, Trainer Sven Körner nimmt die Auseinandersetzung mit dem Landesligisten sehr ernst. „Der Landespokal ist eine wichtige Sache. Wir haben gezeigt, dass der Weg bis in den DFB-Pokal führen und man dort auf sich aufmerksam machen kann“, so Körner, der an den Siegabsichten seiner Mannschaft auch keine Zweifel lässt. „Wir sind der Favorit und wir wollen weiterkommen.“ Beide Vertretungen müssen sich jedoch über einen anderen Spieltermin verständigen, spielen doch die Stendaler am 19. August im DFB-Pokal gegen Zweitligist Arminia Bielefeld.

Und dann sorgte Marius Sowislo für Jubel in Warnau, trifft doch der SSV Havelwinkel auf Regionalligist VfB Germania Halberstadt. Vor zwei Jahren spielte Sowislo selbst mit dem 1. FCM gegen Warnau und siegte mit 8:0. „Das ist ja ein Hammerlos“, freute sich SSV-Coach Ralf Franke, der sich selbst den 1. FC Lok Stendal als Gegner gewünscht hatte. „Erst der 1. FCM, dann der Aufstieg in die Landesliga und nun gegen Halberstadt. Man glaubt, man ist im Märchen“, so Franke, für den die Erfolgsgeschichte mit Warnau eine weitere Fortsetzung findet.

Indes studierte Michael Piotrowski nach der Auslosung erst einmal die Landkarte und informierte sich im Internet, trifft doch sein SV Liesten auf den Sieger der Ausscheidungspartie Blau-Weiß Klieken gegen Rot-Weiß Alsleben. Letzterer verpasste in der Vorsaison als Vizemeister der Landesklasse, Staffel 4, ähnlich wie Liesten knapp den Aufstieg in die Landesliga, Klieken belegte in der Staffel 5 Platz fünf. „Wir nehmen es, wie es kommt und fahren hin, um weiterzukommen“, hofft Piotrowski im Erfolgsfall auf ein attraktiveres Los in der nächsten Runde.

Der zweite altmärkische Kreispokalsieger, der SV Rot-Weiß Arneburg, genießt hingegen Heimrecht und bekommt es ebenfalls mit einem Landesklasse-Vertreter zu tun. Der Ummendorfer SV belegte in der zurückliegenden Saison den vierten Platz in der Landesklasse-Staffel 3 und wird den Arneburgern mit Sicherheit alles abverlangen.

Als vorletzte Mannschaft im Lostopf wurde der TuS Bismark gezogen, wobei der Landesligist einmal mehr Pech hatte. Die TuS-Kicker standen zwar in der Ansetzung als erstgenannte Mannschaft und hatten damit Heimrecht, doch da Gegner Blau-Weiß Gerwisch in der Landesklasse aktiv ist, wurde das Heimrecht getauscht und der Landesligist darf wieder auf Reisen gehen.

Ansetzungen

Ausscheidungsrunde:

SG Reppichau - Grün-Weiß Ilsenburg

MSV Börde - FC Einheit Wernigerode

Blau-Weiß Klieken - Rot-Weiß Alsleben

1. Hauptrunde (Nord):

SSV Gardelegen - TV Askania Bernburg

TSG Calbe/Saale - Haldenslebener SC

Quedlinburger SV - Union Schönebeck

Germania Köthen - Fortuna Magdeburg

VfB Ottersleben - 1. FC Lok Stendal

Besiegdas Magdeburg - Westerhausen

Blau-Weiß Niegripp - FSV Barleben

Blankenburger FV - SV Dessau

Havelwinkel Warnau - G. Halberstadt

Klieken/Alsleben - SV Liesten

Rot-Weiß Arneburg - Ummendorfer SV

Reppichau/Ilsenburg - Heyrothsberge

Burger BC - SV Staßfurt

SV Irxleben - MSC Preussen

SG Bernburg - MSV Börde/Wernigerode

Blau-Weiß Gerwisch - TuS Bismark

Von Tobias Weber und Renee Sensenschmidt

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