Handball-Verbandsligist HSG Osterburg vor Landespokal-Viertelfinalspiel

Lust auf Landsberg

Im Flug über die Platte: Paul Zierke und die HSG Osterburg spielen im Viertelfinale. Foto: Stephan

Osterburg. Vom möglichen Halbfinale spricht Marco Podas nicht. Seine Mannschaft kann es am Sonntag aber besser machen, als die deutsche Handball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar.

Verbandsligist HSG Osterburg hat es morgen Nachmittag ab 16 Uhr im Landespokal in der Runde der besten acht Mannschaften in heimischer Halle mit dem klassenhöheren Sachsen-Anhalt-Ligisten Landsberger HV zu tun.

Podas erste Gedanken an den Spieltag im Pokal liegen nicht unmittelbar bei seinem Team. „Wir hoffen auf eine volle Halle – und das der LHV uns unterschätzt“, äußert der HSG Co-Trainer. Wenn der Gegner aus dem sachsen-anhaltinischen Oberhaus nicht seine formale Überlegenheit ausspielt und die Sekundarschulsporthalle ihre Mannschaft nach vorne trommelt, könnte es vielleicht etwas werden.

Wie im Achtelfinale kurz vor Weihnachten. Damals besiegten die Osterburger daheim sogar den amtierenden Pokalsieger und Sachsen-Anhalt-Liga-Meister SV Langenweddingen mit 33:29. Der SVL hatte die HSG unterschätzt. Vor 150 euphorischen Zuschauern wurden die Langenweddinger nach Hause geschickt (der LHV siegte in der 16er-Runde mit 32:13 beim Bezirksligisten SG Queis).

Das Erreichen des Viertelfinales hängt Podas trotzdem nicht zu hoch. „Das ist Zubrot“, erklärt der Co. Alltag ist die Liga. Und das muss Osterburg am heutigen Sonnabend auch noch ran. Keine 24 Stunden vor dem Bonusspiel gegen Landsberg tritt die HSG bei Post Magdeburg an (siehe Artikel rechts). Zwei Partien in weniger als einem Tag: Das Zubrot bedeutet ein hartes Brot. Der LHV kommt erholt nach Osterburg – muss allerdings eine weite Reise antreten. Östlich von Halle gelegen muss der LHV knapp 200 Kilometer gen Altmark fahren.

Das ganze am Sonntagnachmittag ... Wie viel Lust die Landsberger versprühen, in Osterburg ihre vermeintliche Überlegenheit aufs Parkett zu bringen, wird sich zeigen. Die HSG hat Lust, auch wenn sie ein Spiel in den Knochen hat. „Wir werden uns teuer verkaufen“, merkt Podas an. So ganz uninteressant ist der Pokal auch nicht. Der Sieger darf in Runde eins des DHB-Pokals antreten. Langenweddingen empfingt dabei in dieser Saison den Bundesligisten TBV Lemgo.

Von Benjamin Post

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