FUSSBALL - OBERLIGA Rostocker FC am Sonntag zu Gast

Lok Stendal: Ohne Kater in den Alltag zurück

Benjamin Bunke wird nach seiner Auswechslung von Lok Stendals Trainer Jörn Schulz abgeklatscht.
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Mehrere Systeme in der Lok-Schublade: Trainer Jörn Schulz (r.) und Benjamin Bubke erwarten mit Stendal am Sonntag den Oberliga-Tabellenvierten Rostocker FC.
  • Patrick Nowak
    VonPatrick Nowak
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Das Landespokal-Spiel unter der Woche gegen den 1. FC Magdeburg (0:3) war zweifelsohne ein Highlight. Der Alltag in der Fußball-Oberliga Nord wurde nicht nur vergessen – die Eisenbahner (14.) holten sich für das Ligaspiel am Sonntag ab 14 Uhr gegen den Tabellenvierten Rostocker FC ordentlich Selbstvertrauen.

Stendal - Jörn Schulz, Trainer des Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Stendal, konnte trotz der 0:3-Niederlage im Landespokal gegen den Drittliga-Spitzenreiter 1. FC Magdeburg am Mittwoch nach Abpfiff lächeln. Auch Abwehrspieler Johannes Mahrhold wirkte anhand seiner Gestik und Mimik sehr zufrieden, bedankte sich applaudierend bei den Lok-Fans für die Unterstützung. Stendal rechnet sich etwas aus. Und hat sich mit der vorzeigbaren Vorstellung gegen den FCM eine Art Leistungsschablone erschaffen.

Die haben sich super verstärkt. Da kommt etwas auf uns zu.

Johannes Mahrhold (Abwehrspieler des 1. FC Lok Stendal)

„Es muss der gleiche Anspruch sein, dass wir richtig gut stehen und auf unsere Kontersituationen warten, weil der Rostocker FC eine richtig gute Qualität hat. Die haben sich super verstärkt. Da kommt etwas auf uns zu.“ Mahrhold ist sich bewusst, dass den 1. FC Lok Stendal erneut eine interessante Herausforderung im heimischen „Hölzchen“ erwartet. Aussichtslos ist die Lage nach dem taktisch disziplinierten Auftritt gegen den FCM nicht. Auch Lok-Trainer Jörn Schulz spürt, dass etwas gegen den Rostocker FC in Stendals Richtung gehen könnte. Die Hausaufgaben wurden in den vergangenen Trainingseinheiten mit dem Schwerpunkt auf das Landespokalspiel gegen den FCM gemacht. Ähnlich könnte es laut Einschätzung von Schulz dann auch im Aufeinandertreffen mit Rostock laufen.

Der Rostocker FC ist eine ganz spielstarke Mannschaft, ist nicht wiederzuerkennen von der letzten Saison und hat einen hochqualitativen Kader. Wir können die Dinge, die gegen Magdeburg nicht ganz so gut geklappt haben, da schon mehr anwenden.

Jörn Schulz (Trainer des 1. FC Lok Stendal)

„Wir haben uns 14 Tage intensiv auf das Magdeburg-Spiel vorbereitet. Der Rostocker FC ist eine ganz spielstarke Mannschaft, ist nicht wiederzuerkennen von der letzten Saison und hat einen hochqualitativen Kader. Wir können die Dinge, die gegen Magdeburg nicht ganz so gut geklappt haben, da schon mehr anwenden“, ist sich Schulz sicher, dass sich kleinere offensive Chancen ergeben könnten. Diese müssen nur noch besser ausgespielt werden. Nadelstiche hatte man bereits gegen den FCM gesetzt. Laut Schulz müssen sich seine Spieler dies mit Blick auf das morgige Heimspiel vor Augen führen. Es kann helfen. Und beflügeln.

Schließlich schien gegen Magdeburg nach dem 0:3-Zwischenstand innerhalb der ersten halben Stunde alles für eine Lok-Klatsche zu sprechen. Doch Stendal blieb taktisch in seiner Ordnung. Und zog die Vorgaben des Trainers wie im Vorfeld besprochen durch. „Vom Kopf nehmen wir etwas Positives mit“, blickt Schulz auf die jüngste Pokalleistung zurück. Das Vertrauen in die eigenen Stärken scheint vorhanden zu sein. „Wir müssen gucken, wie wir es körperlich verkraften.“ Aufgrund der Partie unter der Woche und einiger verletzter Lok-Akteure dürften die gleichen elf Spieler in der Startformation stehen.

Lok Stendal: Mehrere Systeme in der Schublade

In welchem System, das weiß nur Jörn Schulz, der in der jungen Saison aufgrund des personellen Umbruchs das ein oder andere an der Taktiktafel umgesetzt hat. „Wir haben ganz intensiv gearbeitet in der Vorbereitung, haben neue Spielertypen und mehrere Systeme probiert. Das heißt nicht, dass wir sie können. Wir entwickeln uns von Woche zu Woche weiter“, bleibt Schulz entspannt. Kurzum: Der Landespokal hat der Lok-Elf geholfen.

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