Auswärtsspiel in Torgelow

Lok Stendal möchte in Torgelow nachlegen

Niclas Buschke im Dribbling.
+
Niclas Buschke (rechts) glänzte zuletzt mit zwei Assists.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
    schließen

Eine Woche nach dem erfolgreichen Ausflug an die Rostocker Ostseeküste muss der 1. FC Lok Stendal heute erneut einige Kilometer abreißen. Der Weg der Altmärker führt zum Torgelower FC Greif an die polnische Grenze (Anpfiff: 14 Uhr). 

Es ist das zweite Auswärtsspiel in Folge, was allerdings kein Problem darstellen dürfte, wenn ein ähnlicher Coup wie vor Wochenfrist gelingt.

Am vergangenen Sonntag machten sich die Eisenbahner als krasser Außenseiter auf den Weg zum FC Hansa Rostock II und kamen als strahlender 4:0-Sieger mit frisch aufpoliertem Torverhältnis zurück. Ein ähnliches Kunststück schwebt Trainer Jörn Schulz und seiner Elf auch am heutigen 9. Spieltag vor, doch die Aufgabe gestaltet sich ungleich komplizierter. Torgelow kommt nämlich im Gegensatz zu den Hansa-Amateuren nicht aus einer Schaffenskrise aufs Feld.

Tabellarisch stehen die Mecklenburger zwar wie Lok mit acht Punkten im soliden Mittelfeld, der Trend jedoch zeigt beim TFC deutlich nach oben. Zum Saisonstart schwächelte die Mannschaft von Trainer Dariusz Bucinski noch erheblich, holte nur einen Zähler aus drei Spielen. In der Folge machte es allerdings Klick – vor allem offensiv. Zuletzt sammelte Torgelow sieben von neun möglichen Zählern in drei Spielen und erzielte dabei satte zwölf Tore. In der Vorwoche fügte der TFC als erste Mannschaft überhaupt der bis dato so souveränen Hertha aus Zehlendorf eine Niederlage zu. Und dies recht deutlich mit 3:0.

Mittlerweile hat die Bucinski-Elf die zweitmeisten Tore der Liga erzielt, diese aber gleichmäßig auf mehrere Spieler verteilt. Der 1. FC Lok wird also gleich auf mehrere gefährliche Akteure der überwiegend osteuropäisch besetzten Mannschaft des Gegners achten müssen.

Keine leichte Aufgabe für die Eisenbahner, bei denen davon auszugehen ist, dass das Trainerteam keine unnötigen Änderungen an der siegreichen Elf von Rostock vornehmen wird. Wahrscheinlich ist also, dass die über Wochen eingespielte Fünferkette erneut in der Schublade bleibt, und auf das flache 4-4-2 zurückgegriffen wird.

Was beim 4:0-Kantersieg gegen Hansa II weniger zufriedenstellend war, waren die Optionen auf der Bank. Dort saßen zuletzt lediglich drei Feldspieler der Kategorie „Anschlusskader“. Der Verein hat entsprechend reagiert und mit Frederik Mauer und Silas Lehmann zwei weitere Akteure aus dem Nachwuchs hochgezogen. Sie dürften sich schon heute mit auf die Reise an die polnische Grenze begeben.

Weiterhin fehlen wird voraussichtlich Innenverteidiger Artashes Danielyan aus privaten Gründen. Benjamin Bubke und Maurice Schmidt haben ihre Verletzungen überwunden und trainierten unter der Woche wieder voll mit. Sie könnten zumindest für die Bank in Frage kommen.

So könnte Lok spielen: Zlotogorski - Salge, Schönburg, Mahrhold, Knoblich - Flöther, Schubert, Ntais, Mavroudis - Buschke, Daramaras.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare