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Lok Stendal kommt auch bei Blau-Weiß Berlin unter die Räder - 0:7

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Von: Tobias Haack

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Jörn Schulz gibt Anweisungen.
Kämpft mit seinem Team gegen Windmühlen: Jörn Schulz. © Haack, Tobias

Der 1. FC Lok Stendal hat am Wochenende bei Blau-Weiß Berlin seine dritte klare Niederlage in Serie kassiert. Nach dem 0:7 in der Hauptstadt kann der Abstieg aus der Oberliga bereits am kommenden Wochenende perfekt sein. Vom Gegner gab es Mitleid für den Stendaler Absturz ins Bodenlose.

„Ich habe mich vor dem Spiel lange mit Jörn Schulz unterhalten. Das ist schon bitter und ärgerlich, was da in Stendal abgeht und was er mir so erzählt hat“, zeigte sich Blau-Weiß-Coach Marco Gebhardt im Gespräch mit der Altmark-Zeitung fast ein bisschen erschrocken über den Zustand seines Ex-Klubs. Dass seine Mannschaft sich im Heimspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht nur selbst würde schlagen können, war Ex-Bundesliga-Profi Gebhardt im Vorfeld klar. „Ich habe zu meinen Jungs gesagt, sie sollen einfach raus gehen, Spaß haben und Fußball spielen“, schilderte Gebhardt, „das haben sie dann auch ganz gut gemacht.“

Das ist schon bitter und ärgerlich, was da in Stendal abgeht.

Marco Gebhardt (Trainer Blau-Weiß Berlin)

Dass Außenseiter Lok Stendal wieder nur mit einer Notbesetzung zu seinem Gastspiel anreiste, ist mittlerweile schon überflüssig zu erwähnen. Dieses Mal musste Felix Knoblich in der Innenverteidigung aushelfen. Im zentralen, defensiven Mittelfeld begann Niklas Bittner aus der zweiten Mannschaft. Den Rechtsverteidiger gab A-Junior Silas Lehmann. Etwas mehr als 20 Minuten hielt die Mannschaft von Trainer Jörn Schulz dann auch ein 0:0, ehe Florian Kohls per Sonntagsschuss auf 1:0 für die Berliner stellte (23.).

„Dass das erste Tor so fällt, passt zur Situation“, hielt Lok-Torwarttrainer Manuel Mauritz fest. Dem ersten Nackenschlag folgten umgehend zwei weitere (27., 29.), ehe sich die Gäste wieder fingen. In die Halbzeit ging es mit einem 0:3, dass aus Sicht Gebhardts aber noch schmeichelhaft für Stendal war: „Ohne zu übertreiben können wir da schon 7:0 führen.“

Berlin war nicht unser Niveau. Das muss man ganz klar sagen. Von daher gibt es auch keinen Vorwurf an die Jungs.

Manuel Mauritz (1. FC Lok Stendal)

Auf dieses Ergebnis kamen die Blau-Weißen letztlich nach den vollen 90 Minuten. Erneut war es ein Dreierschlag (53., 55., 60.), der auf die Altmärker niederprasselte. 0:6 nach einer Stunde, Erinnerungen wurden wach an das 0:10 gegen Hansa II vor zwei Wochen. Zum Glück für die Schulz-Elf kam es dieses Mal nicht ganz so schlimm. Erst in der 90. Minute setzte Mike Brömer den 7:0-Schlusspunkt.

Stendal ist einfach ein schwieriger Standort. Die guten Jungs aus Berlin fahren nur bis Rathenow und leider nicht weiter. Das ist das Problem.

Marco Gebhardt

„Berlin war nicht unser Niveau. Das muss man ganz klar sagen. Von daher gibt es auch keinen Vorwurf an die Jungs“, gab Mauritz die Sicht des Stendaler Trainerteams wieder. Marco Gebhardt fasste respektvoll zusammen: „Man hat gesehen, dass die Stendaler Jungs ihr Bestes geben, aber die Qualität reicht halt einfach nicht aus. Ich hoffe für Lok Stendal, dass sie als Verein die Ruhe bewahren und einen guten Neustart in der Verbandsliga hinbekommen. Stendal ist einfach ein schwieriger Standort. Die guten Jungs aus Berlin fahren nur bis Rathenow und leider nicht weiter. Das ist das Problem.“

Tore: 1:0 Florian Kohls (23.), 2:0 Shean Mensah (27.), 3:0 Mike Brömer (29.), 4:0 Enes Yasin Akyol (53.), 5:0 Mensah (55.), 6:0 Rico Steinhauer (60.), 7:0 Brömer (90.).

1. FC Lok Stendal: Zlotogorski - Lehmann, Mahrhold, Knoblich, Bubke - Bittner (78. Bäther), Lehmpfuhl - Salge, Erdmann, Werner - Buschke.

Alles zum Spiel und die weiteren altmärkischen Spielberichte vom Wochenende lesen Sie am Montag in der Altmark-Zeitung!

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