Alles für den Klassenerhalt

Lok Stendal in die Winter-Vorbereitung gestartet

Jörn Schulz gibt Anweisungen an Lorenz Balliet.
+
Lorenz Balliet (l.) lauscht den Anweisungen von Trainer Jörn Schulz.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
    schließen

Die Weihnachtspause war kurz, nun wird am „Hölzchen“ wieder gearbeitet. Das Ziel für Trainer Jörn Schulz und seine Mannschaft ist dabei klar. Helfen sollen zwei neue Gesichter.

Stendal - Der Ball rollt wieder beim 1. FC Lok Stendal. Am Montagabend hat die Oberliga-Mannschaft der Eisenbahner ihre Trainingsarbeit wieder aufgenommen und nach einer kurzen Weihnachtspause mit der Vorbereitung auf die restliche Saison begonnen.

Die Spielzeit war im November nach dem 14. Spieltag pandemiebedingt unterbrochen worden und soll ab dem kommenden Monat fortgesetzt werden - so es die Coronalage dann zulässt. Für die Stendaler stehen bis zum Saisonende im Juni noch satte 22 Spiele im Kalender. Ein anspruchsvolles Programm für eine Amateurmannschaft, entsprechend intensiv möchte Trainer Jörn Schulz in seiner nun angelaufenen Vorbereitung arbeiten lassen. In den kommenden vier Wochen sollen die Grundlagen gelegt werden für eine zweite Halbserie, in der einmal mehr der Klassenerhalt in Liga fünf gelingen muss.

Warme Worte läuten das Jahr ein

Am Montagabend waren die Bedingungen für den Auftakt einer Wintervorbereitung regelrecht angenehm. Doch bevor die Mannschaft auf den Kunstrasenplatz am „Hölzchen“ durfte, wurde das neue Jahr zunächst einmal mit diversen Ansprachen in der Kabine eröffnet. Lok-Präsident Thomas Weise hielt sich kurz. Er wünschte allen Beteiligten ein gesundes neues Jahr und eine erfolgreiche Rückrunde. Einen ähnlichen Tenor schlug auch der neue Sportliche Leiter Lars Streißenberger an. Unnötig in die Länge ziehen wollten die beiden Verantwortlichen ihre Reden nicht.

Wesentlich eingehender richtete sich Trainer Jörn Schulz an sein Team. Er schwor den anwesenden Kader auf die kommenden Wochen und schwierige Herausforderungen ein. Im Grunde zielten aber alle gesprochenen Worte unisono in die gleiche Richtung. „Ich denke, die Botschaft ist bei allen angekommen. In den nächsten sechs Monaten kann es für die Jungs nur ein Ziel geben, und das ist der Klassenerhalt“, fasste Streißenberger gegenüber der Altmark-Zeitung zusammen.

Nicht alle Spieler beim Auftakt dabei

Im Anschluss ging es bei milden Temperaturen auf den Platz. Vollständig war der Stendaler Kader am Montagabend allerdings noch nicht. Lukas Breda etwa schaute dem Treiben nur vom Seitenrand zu. Dem Mittelfeldmann macht eine Rückenverletzung zu schaffen. Genauere Diagnosen stehen noch aus, ein längerer Ausfall scheint aber unausweichlich. Desweiteren fehlten Kapitän Niclas Buschke, die Verteidiger Paul Schönburg und Benjamin Bubke, Angreifer Tim Seidel-Holland sowie die beiden Griechen Panagiotis Mavroudis und Angelos Ntais aus verschiedenen Gründen.

Zwei neue Gesichter, ein Abgang

Gut sichtbar in violetten Hemden zeigten sich auch zwei neue Gesichter auf dem Trainingsplatz. Winterneuzugang Dominik Lehmpfuhl (von Einheit Wernigerode gekommen) und der bereits länger in Stendal weilende polnische Probespieler Adam Wolak, der immerhin schon 22 Drittligaspiele aus seiner Heimat in der Vita hat, mischten am Montagabend munter mit. Wie Lars Streißenberger am Rande verriet, ist die Verpflichtung Wolaks nur noch eine „Formsache“, die in den kommenden Tagen über die Bühne gehen dürfte. Trainer Jörn Schulz steht dann im zentralen Mittelfeld eine Alternative mehr zur Verfügung. Streißenberger: „Wir sind happy, dass er sich für uns entschieden hat. Er hatte auch andere Angebote.“

Verabschiedet vom 1. FC Lok hat sich derweil Marius Lucas Schmidt. Der Innenverteidiger hatte den Durchbruch im Oberliga-Kader nicht geschafft und wirkte in der Hinserie als Stammkraft in der zweiten Mannschaft mit. Nun hat sich das Eigengewächs bei den Eisenbahnern abgemeldet.

Aufgalopp mit intensiven Momenten

Auf dem Trainingsplatz stand der Bruder von Maurice Pascale Schmidt am Montag bereits nicht mehr. Er verpasste einen lockeren Aufgalopp, der aber durchaus auch schon seine intensiven Elemente hatte. Nach der Erwärmung hatte Trainer Jörn Schulz diverse Laufübungen vorbereitet, ehe eine Spielform auf Hockeytore und ein ausgiebiges Abschlussspiel von 2x20 Minuten folgten. Bis zum ersten Testspiel am kommenden Sonnabend gegen Einheit Wernigerode (Oberliga Süd), das bei guten Witterungsbedingungen im „Hölzchen“ steigen soll, bittet Schulz sein Team nun täglich auf den Trainingsplatz. Einzig am Freitag, an dem individuell gearbeitet werden soll, gönnt der Coach seinem Team eine kleine Verschnaufpause.

Eine kleine Veränderung hat der Vorbereitungsplan des 1. FC Lok übrigens bereits erfahren. Regionalligist Tasmania Berlin hat sein vereinbartes Testspiel gegen Stendal abgesagt. Dafür empfängt Lok am 15. Januar den FSV Schöningen aus der Landesliga Braunschweig.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare