NOFV: OBERLIGA-HINRUNDEN SOLLEN BEENDET WERDEN

1. FC Lok Stendal nimmt Endspiele an

Das Hauptgebäude am „Hölzchen“ des 1. FC Lok Stendal. 
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Für alles bereit: Der 1. FC Lok Stendal, der in der Fußball-Oberliga Nord mit fünf Zählern mit dem Rücken zur Wand steht. 
  • Patrick Nowak
    vonPatrick Nowak
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Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat laut „kicker“-Informationen verkündet, dass die beiden Oberliga-Staffeln Nord (u. a. mit dem 1. FC Lok Stendal, Anm. d. Red.) und Süd jeweils nach der Hinrunde beendet werden sollen. Rückrunden werden dagegen nach diesem Entschluss nicht ausgespielt. Thomas Weise, Präsident des 1. FC Lok, stellt auf AZ-Nachfrage klar, dass der Verein sich nicht beklagen wird. 

  • Gedanke wurde nach Videokonferenz mit Arbeitsgruppe „Fortführung Spielbetrieb der NOFV-Oberliga“ dargelegt.
  • Lok Stendals Präsident Thomas Weise wird die Entscheidungen akzeptieren.
  • Bei Beendigung der Hinrunde stünden für die Eisenbahner sieben Endspiele aus.

Stendal - Dabei wurde in vergangenen AZ-Gesprächen mit Trainer Jörn Schulz und der Vereinsführung um Thomas Weise deutlich betont, dass die Eisenbahner für alle Eventualitäten vorbereitet sind. Und gleichzeitig mit allem rechnen. Eben auch damit, dass unter den erschwerten Pandemie-Bedingungen und aufgrund des straffen Terminkalenders nur die Hinrunde vollständig ausgespielt und dementsprechend auch sportlich gewertet wird. Heißt für Lok, das im Tabellenkeller steht und 16. ist: Der Druck wird größer, der Handlungsspielraum kleiner.

Lok-Spielplan: Ein direkter Kellerkonkurrent und zwei Spitzenteams

Nach neun absolvierten Oberligaspielen hat die Schulz-Elf fünf Zähler auf dem Konto. Sie müsste in den verbleibenden sieben Begegnungen, die somit den Abschluss der Hinserie bilden, zügig punkten. Die Ausgangslage ist seit der Saisonunterbrechung ab November des vergangenen Jahres unverändert. Doch sie zu meistern, könnte einer Mammutaufgabe gleichen. Besonders mit Blick auf den Lok-Spielplan, wo jede noch ausstehende Hinrundenpartie mit einem Endspiel gleichzusetzen ist. So stünden die Oberliga-Duelle mit dem Kellerkonkurrenten Victoria Seelow (15. Platz/8 Punkte), dem MSV Pampow (9./13), Hertha Zehlendorf (6./15) und dem Rostocker FC (12./12) noch aus.

Wir haben nicht vor abzusteigen. Unser klares Ziel ist der Klassenerhalt.

Thomas Weise (Präsident des 1. FC Lok Stendal)

Zudem käme es zum Aufeinandertreffen der Stendaler mit den beiden Spitzenteams Greifswalder FC (2./17) und Tasmania Berlin (1./21) sowie der TSG Neustrelitz (7./13), die in der Vergangenheit Lok-Coach Schulz als Trainer verpflichten wollte. Schulz lehnte direkt ab. Er widmete sich mit voller Konzentration der fest eingeplanten Lok-Mission Klassenerhalt.

Präsident Weise ist für Schulz’ Loyalität dankbar. Er weiß, dass der Klassenverbleib nur in Kombination einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der sportlichen Führung und dem Trainer möglich ist. „Wir haben nicht vor abzusteigen. Unser klares Ziel ist der Klassenerhalt“, erklärt Weise der AZ. Die Corona-Situation lasse auch nur eine Planung von heute auf morgen zu, ist sich Loks Präsident bewusst.

Wir werden diese Entscheidung akzeptieren – egal, in welcher Form sie kommt. Und wir werden da nicht klagen, das ist ganz klar.

Thomas Weise

Gleichzeitig zeigt er Verständnis und weiß um die Schwere eines finalen Lösungsansatzes – der vor allem in Gänze den jeweiligen Beteiligten gerecht wird. Schließlich hat jede Oberliga-Mannschaft mit Blick auf die Tabelle ihre eigenen Sorgen oder Präferenzen und Ambitionen. So auch der 1. FC Lok Stendal. „Wir werden diese Entscheidung akzeptieren – egal, in welcher Form sie kommt. Und wir werden da nicht klagen, das ist ganz klar. Wir wollen nicht jammern“, zeigt Thomas Weise eine unmissverständliche Positionierung des altmärkischen Fußballvereins.

Die Gesundheit bleibt laut Thomas Weise der wichtigste Aspekt

Und: „Sport ist die zweitwichtigste Sache, Die Gesundheit geht vor. Für unsere Spieler und auch die der Gäste, weil wir möglichst viele Zuschauer wieder im Stadion begrüßen können wollen. Denn Fußball ohne Zuschauer macht keinen Spaß.“ Im Hintergrund laufen weitere Planungen. Damit Lok vom Personal bis hin zur Vereinsphilosophie für die Zukunft gut aufgestellt ist. Mehr dazu lesen Sie am Sonnabend in der Altmark-Zeitung.

NOFV-Entschluss

- Oberliga-Staffeln (Nord und Süd) sollen nach der Hinrunde beendet werden.

- Nach Paragraf 7 der DFB-Spielordnung ist es nicht machbar, die laufende Saison zu verlängern oder mit der Saison 2021/2022 verschmelzen zu lassen.

- Der NOFV hält eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor dem 1. April für unrealistisch.

- Bis zum 7. März ist der Trainingsbetrieb ohnehin untersagt.

- Alternative Wettbewerbsformen wie beispielsweise Play-offs sind nicht erwünscht.

- Nach Beendigung/Wertung der Hinrunde soll es Aufsteiger in die Regionalliga geben.

- Der NOFV-Spielausschuss berät sich demnächst über eine Abstiegsregelung.

- Pokal: Bis Ende Juni sind drei Wochenenden eingeplant, die auch für Nachholspiele in der Liga genutzt werden können.

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