Fußball - Oberliga

Lok Stendal empfängt Blau-Weiß 90 Berlin

Max Salge im Dribbling.
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Max Salge (links) ist beim 1. FC Lok gesetzt.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
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Der 1. FC Lok Stendal empfängt am Sonntag Blau-Weiß Berlin zum 9. Spieltag der Oberliga. Die Aufgabe gestaltet sich dabei besonders anspruchsvoll, denn Blau-Weiß stellt das bislang beste Auswärtsteam der Liga.

Stendal – Nach einer wilden Berg- und Talfahrt, mit einem famosen 4:0-Sieg beim FC Hansa Rostock II und einer bösen 0:6-Klatsche beim Torgelower FC Greif, war dem 1. FC Lok Stendal zuletzt eine zweiwöchige Pokalpause vergönnt. Die Zeit zum Durchschnaufen war bitternötig, denn die Personaldecke von Trainer Jörn Schulz schrumpfte im Laufe der Wochen ordentlich zusammen. Morgen nun ist die Zeit der Erholung zu Ende, denn mit einem Heimspiel gegen Blau-Weiß 90 Berlin kehren die Stendaler in die harte Oberliga-Realität zurück.

Der Gegner aus der Landeshauptstadt ist inzwischen eine bekannte Größe für die Altmärker. Bereits viermal kreuzten beide Vereine in den vergangenen Jahren ihre Klingen, als Sieger ging Stendal nie hervor. Verwunderlich ist diese Bilanz nicht, denn während die Eisenbahner Jahr für Jahr mit bescheidenen Mitteln um ihre Oberliga-Zugehörigkeit kämpfen, würden die Berliner diese Spielklasse liebend gern verlassen – allerdings in die andere Richtung. Die Konkurrenz an der Spitze ist jedoch hart, sodass Blau-Weiß in der Vergangenheit nicht wirklich nah dran war, den großen Wurf zu schaffen. Was bleibt, sind jedoch die großen Möglichkeiten der Mariendorfer. So spielt die Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Profis Marco Gebhardt auch in dieser Saison nicht von ungefähr wieder vorne mit. Nach acht absolvierten Spielen rangiert Blau-Weiß 90 auf Rang vier der Tabelle. Fünf Siege und ein Unentschieden stehen lediglich zwei Niederlagen gegenüber. Mit 16 Punkten ist die Gebhardt-Elf gut dabei – und was für Lok vor dem morgigen Duell besonders besorgniserregend ist: Die Berliner stellen eine der drei besten Auswärtsmannschaften der Oberliga Nord, die immerhin schon in Schwerin (4:3), Brandenburg (1:0) und Neustrelitz (2:1) gewinnen konnte.

Der 1. FC Lok Stendal wird als klarer Außenseiter dieses Aufeinandertreffens einmal mehr einen perfekten Tag brauchen, um vor eigenem Publikum punkten zu können. Doch diese Erkenntnis ist nicht neu und die Ausgangsposition ebenso wenig. Am „Hölzchen“ kennen und schätzen sie die Rolle des Underdogs, aus der heraus sie immerhin schon acht Zähler gegen den Abstieg gesammelt haben. Personell sieht Trainer Jörn Schulz in seinem Kader langsam Licht am Ende des Tunnels. So gab der langzeitverletzte Lukas Breda zuletzt sein Comeback in der zweiten Mannschaft. Auch Maurice Schmidt wirkte dort im Altmarkstrompokal nach seiner Knöchelblessur wieder eine Stunde mit. Gleiches gilt für Nils Breda, der immerhin 71 Minuten auf dem Platz stand. Startelf-Kandidaten sind die drei Genannten sicherlich nicht, wenn morgen um 14 Uhr der Anpfiff im „Hölzchen“ ertönt. Zumindest auf die Bank könnte aber der eine oder andere wieder zurückkehren. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter dem angeschlagenen Steven Schubert vor der Abwehr. Der Abräumer konnte unter der Woche krankheitsbedingt nicht trainieren.

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