FUSSBALL KFV Altmark West und Ost arbeiten an sinnvollen Entscheidungen

Lockerungen: Keine Schnellschüsse

Der Stillstand auf den Fußballplätzen der Altmark könnte zeitnah enden. Foto: nowak

Altmark – Die siebte Corona-Eindämmungsverordnung, die in Sachsen-Anhalt am 30. Juni beschlossen wird und somit in Kraft tritt, bringt weitere Lockerungen mit sich. Unter anderem rückt dabei auch der Sport in den Fokus. So auch der Fußball in den beiden Altmarkkreisen.

Denn obwohl die Punktspielsaison abgebrochen wurde, sollen in der westlichen als auch in der östlichen Altmark in jedem Fall die Kreispokalwettbewerbe ausgespielt werden.

Im Bereich des Kreisfachverbandes Fußball Altmark West (KFV) sind im Männerbereich die beiden Halbfinals offen. Dabei stehen bekanntlich gleich zwei Nachbarschaftsduelle auf dem Plan, denn während der SV Liesten den SV Eintracht Salzwedel I erwartet, muss die Reserve des SSV 80 Gardelegen beim Ortsnachbarn FSV Heide Letzlingen antreten. Die beiden jeweiligen Sieger stehen sich dann im Finale gegenüber, das in Mieste stattfinden soll. „Ich denke schon, dass mit den zu erwartenden Lockerungen allen Fußballern auch irgendwo ein Stein vom Herzen fällt“, so Axel Garz, Spielausschussvorsitzender des KFV Altmark West. Dennoch tritt Garz zunächst einmal auf die Euphoriebremse. „Wir werden und müssen den Beschluss der neuen Verordnung am 30. Juni abwarten und müssen dann schauen, wie und ob wir speziell die Hygiene-Vorgaben umsetzen können.“

Von einer zügigen Ansetzung der Halbfinals und des Endspiels, um den Pokalwettbewerb womöglich noch vor den Sommerferien, die in Sachsen-Anhalt am 16. Juli beginnen, über die Bühne zu bekommen, hält Axel Garz indes nichts. „Ich bleibe dabei, dass wir den Vereinen mindestens vier Wochen Vorlauf geben wollen, um sich auch dementsprechend vorbereiten zu können. Es ist dann ein runder Tisch mit allen vier Mannschaften und dem FSV Eiche Mieste als Finalgastgeber geplant, um zu besprechen, wie wir die Vorgaben gemeinsam umsetzen können. Diese drei Partien noch vor den Ferien auszuspielen, halte ich daher für nur sehr schwer möglich“, informierte Axel Garz. Noch schwieriger gestaltet sich die Situation im Nachwuchsbereich, denn auch hier soll der Kreispokalwettbewerb nach Möglichkeit ausgespielt werden. „Beim Nachwuchs ist einfach das große Problem, dass sich am 1. Juli die Altersklassen ändern. Daher müssen wir auch in dem Punkt erst einmal abwarten“, so Axel Garz.

Beim KFV Altmark-Ost ist die Situation wie zu erwarten ähnlich. Es gilt die neue Ausgangslage einzuordnen, um dann entsprechende und vor allem richtige Entscheidungen zu treffen. Voreilige Schnellschüsse und Maßnahmen werden sicherlich nicht getroffen. „Wir kommen in der nächsten Woche zusammen und werden die Dinge dann besprechen, wie es weitergehen wird“, erklärte Christoph Blasig, Vorsitzender des Spielausschusses beim KFV Altmark-Ost, gestern auf AZ-Nachfrage.

Man hoffe, dass vom Landesverband entsprechende Signale kommen, was die konkrete Terminierung der auszustehenden Pokalhalbfinals betrifft, führte Blasig weiterhin aus. Zusätzliche Pläne und Gedankengänge konnte der Spielausschuss nicht kommentieren, da sich der KFV Altmark-Ost zeitnah in seiner Gesamtheit erst einmal beraten wird. An welchem Ort und wann die Halbfinals gespielt werden, ist derzeit noch offen.

Fakt ist, dass die beiden ostaltmärkischen Final-Gastgeber FSV Saxonia Tangermünde (bei den Herren) und der Post SV Stendal (im Nachwuchs) im AZ-Gespräch Ende April versicherten, dass sie von ihrer Bewerbung für die Austragung der Endspiele Gebrauch machen werden und zur Verfügung stehen.

VON TOBIAS WEBER UND PATRICK NOWAK

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