FUSSBALL – LANDESKLASSE 2:1 in Wahrburg / Rudelbildung zum Schluss

Letzlingen-Sieg spät getrübt

+
Freude vor der Rudelbildung: Letzlingen bejubelt den 2:1-Siegtreffer von Christian Wernecke (r.) gegen den TuS Wahrburg. Anschließend wurde es turbulent.

Wahrburg – Für die Landesklasse-Vertreter TuS Wahrburg und Heide Letzlingen war es am Sonnabend aufgrund des starken Regens kein einfaches Spiel. Und auch der Schiedsrichter störte den Spielfluss vor allem im ersten Durchgang durch Unterbrechungen und Verwarnungen.

Die Elf von Trainer Dirksen Höft hatte mit 2:1 das bessere Ende für sich, drehte einen Rückstand in der Schlussphase (85. ). Ein unrühmliches Ende fand die umkämpfte – aber faire – Begegnung in der Nachspielzeit. Nach einem Foulspiel von Wahrburgs Marco Zimmermann an Heide-Kapitän Kay Knackmuß kam es zu einer Rudelbildung. TuS-Ersatztorwart Andreas Trocha stürmte auf den Platz, leistete sich eine Tätlichkeit und sah anschließend Rot (90. +4).

„Da muss der Schiedsrichter dem Herrn Zimmermann eine Rote Karte zeigen. Das ist ein grobes Foulspiel und dann passieren diese Unruhen nicht“, erklärte Dirksen Höft nach Abpfiff und fügte an: „Das ist immer wieder schlecht für den Fußball.“ TuS-Sport-Koordinator Marc Teichert, beurteilte die Schlussszene wie folgt: „Da muss sich unsere Bank und unser Trainerstab besser verhalten.“ Teichert haderte auch mit dem „fehlenden Fingerspitzengefühl“ des Schiedsrichters. „Es gab Gelbe Karten für normale Foulspiele. Es war ja kein unfaires Spiel.“ So hatte es im ersten Durchgang bereits vier Verwarnungen gegeben.

Es wurde aber auch Fußball gespielt. Wahrburg begann mutig und Thiago setzte einen Flachschuss daneben (8.). Kurz darauf prüfte Sven Körner Letzlingen-Torwart Thomas Lübke. Trotz der Wetterbedingungen kamen beide Teams gut zurecht. Damit zeigten sich auch die Verantwortlichen zufrieden. „Beide Mannschaften konnten damit gut umgehen“, so Höft. Teichert: „Fußballerisch haben sich beide Mannschaften bemüht.“

Chancen blieben bis zur 36. Minute aus. Dann folgte das erlösende 1:0 für Wahrburg. Die Platzherren spielten über Thiago und Körner schnell nach vorne auf Markus Bröker. Glücklicherweise kam Hari Karaterzyan an den Ball – Lübke sah bei dem Gegentreffer nicht gut aus. „Wir bekommen ein ungünstiges 1:0 aus dem Nichts eigentlich“, ärgerte sich Höft. Seine Elf wollte schnell antworten, Knackmuß (37.) schoss drüber, Günter Ahlfeld und Torsten Kühnast vergaben eine gute Doppelchance (38.) . Und so hieß es 1:0 zur Pause für den TuS.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit baute Wahrburg durch Körner (48./drüber) und Catharino per Kopf (51.) Druck auf. In der Folge wurden die Gäste aber aktiver. „Letzlingen hat dann das Heft in die Hand genommen“, gestand sich Teichert ein. Der Tabellenführer setzte sich in der Wahrburger Hälfte fest, hatte mehr Spielanteile und belohnte sich durch Robin Ehrecke zum 1:1 (66.). Heide machte weiter, holte Ecken heraus und spielte auf Sieg. Besonders Kühnast zeigte Präsenz und ging voran. Und so war er es auch, der fünf Minuten vor Abpfiff den 2:1-Siegtreffer einleitete. Seine Flanke fand Knackmuß, der per Kopf an TuS-Keeper Steve Rauschenbach scheiterte. Christian Wernecke schaltete schnell, drückte den Nachschuss über die Linie.

Die Rudelbildung zum Ende bescherte der Partie einen unnötigen und unschönen Abschluss. Heide-Coach Dirksen Höft sagte nach dem Spiel: „Der Sieg ist nicht unverdient aufgrund der zweiten Halbzeit.“ Diese Aussage konnte Wahrburgs Teichert nicht gänzlich unterschreiben, der den Letzlinger Sieg eher als „unterm Strich glücklich“ empfand.

VON PATRICK NOWAK

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare