Endstation Halbfinale für Potzehne und Blau-Gelb Goldbeck

Lenz kegelt seinen alten Verein aus dem Turnier

Der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Nach seinem verwandelten Neunmeter zum 6:5 gegen seinen Ex-Verein Potzehne wurde Mathias Lenz von seinen Uchtspringer Teamkollegen gefeiert.

cbu Beetzendorf. So bitter kann das Halbfinale sein. Blau-Gelb Goldbeck und Grün-Weiß Potzehne konnten davon am Sonnabend trotz ansprechender Leistung ein Lied singen. Goldbeck stand gegen den 1.

FC Lok Stendal kurz vor dem Ausgleich, Potzehne verlor sein Spiel gegen Uchtspringe im Neunmeterschießen. Beide Teams verpassten den Einzug ins Endspiel und standen sich im Neunmeterschießen um Rang drei gegenüber, das die Potzehner mit 4:3 gewannen.

1. FC Lok Stendal -

Blau-Gelb Goldbeck 4:2

Nach der knappen 1:2-Vorrundenniederlage der Goldbecker gegen den großen Favoriten sollte eigentlich die Revanche her. „Dieses Mal schlagen wir Lok“, hatte Blau-Gelb-Trainer Jürgen Dobberkau kurz vor der spannenden Partie angekündigt. Daraus wurde nichts, allerdings wäre seiner Mannschaft kurz vor Schluss fast der Ausgleich gelungen. Stephan Schulze hatte beim Stand von 2:3 jedoch nur den Innenpfosten getroffen, wenige Millimeter haben zum Ausgleich gefehlt. Der Ball wäre fast noch an den anderen Pfosten gegangen, landete aber in der Ecke. Lok machte danach – ganz im Stile eines Spitzenteams – Nägel mit Köpfen und Vincent Kühn schraubte das Ergebnis auf 4:2 hoch. Bis dahin hatten Maik Aumann, Sven Körner und Hendrik Strube für den 1. FC Lok getroffen, Karsten Dobbert und Silas Kottke trafen für die Goldbecker, die damit äußerst unglücklich aus dem Turnier ausgeschieden sind.

Medizin Uchtspringe -

GW Potzehne 6:5 (2:2) n.N.

Beide Mannschaften hatten sich im Laufe des Turniers immer weiter gesteigert, doch zunächst sah es so aus, als wenn Turnier-Neuling Medizin Uchtspringe leicht und locker ins Finale spazieren würde. Sebastian Lilge und Marcel Brinkmann hatten das Landesklasse-Team binnen 60 Sekunden mit 2:0 in Front geschossen, dann erwachte der Kampfgeist der Potzehner, die von ihren Fans trotz des Rückstandes ununterbrochen angetrieben wurden. Der starke Nico Wehrmeister und Robert Klement kurz vor dem Ende erzwangen das Neunmeterschießen, das allerdings für den Landesligisten mit dem Turnier-Aus endete.

Besonders pikant: Der Ex-Potzehner Mathias Lenz verwandelte den entscheidenden Strafstoß zum 6:5 und kegelte damit seinen alten Verein aus dem Wettbewerb. Zuvor parierte Alexander Schulz den Schuss von Eugen Schunaew, Robert Klement scheiterte an der Querlatte. Weil auf Uchtspringer Seite nur Julian Müller vergab, zogen die Mediziner ins Finale ein.

Potzehnes Trainer Nico Bremse fand, dass das Finale für sein Team definitiv drin gewesen wäre, er hätte sich vom Schiedsrichter aber ein härteres Durchgreifen gegen die robuste Gangart der Uchtspringer gewünscht.

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