1. Handball-Nordliga: Schönhausen hält im Derby beim HV Lok Stendal 50 Minuten gut mit, verliert aber noch mit 26:33 (13:14)

Leinungs Dreierpack läutet den Endspurt ein

Eric Leinung (am Ball) brachte Stendal auf die Siegerstraße. Hier wird er von Schönhausens Enrico Ziehm (l.) gestört. Foto: Buchholz

cbu Stendal. Ein Mann und sein Dreierpack brachten die Entscheidung. Im Kreisderby der 1.

Handball-Nordliga tat sich der favorisierte HV Lok Stendal gestern in eigener Halle gegen Preußen Schönhausen 50 Minuten lang schwer, dann ergriff Eric Leinung die Initiative, traf gleich drei Mal in Folge und brachte den Gastgeber damit auf die Siegerstraße. Stendals 33:26 (14:13)-Heimerfolg war also richtig hart erarbeitet.

Das wusste auch Betreuer Jörg Mahlich, der die Schönhäuser lobte. „Respekt, das Team hat sich gut entwickelt. Dass es schwer werden würde, wussten wir im Vorfeld“, sagte Mahlich nach der äußerst fairen Partie, die etwa 200 Zuschauer live verfolgten. Auch sein Gegenüber, Preußens Spielertrainer Steffen Arndt, fand positive Worte für die Leistung seiner Mannschaft: „Ich war überrascht, dass wir Stendal teilweise vor so große Probleme gestellt haben.“

Der spielentscheidende Faktor – darin stimmten Mahlich und Arndt überein – war die besser besetzte Bank der Gastgeber. Sie konnten nämlich während der 60 Minuten reichlich durchwechseln und so in der Schlussphase noch ein paar Körner obendrauf packen. Besonders natürlich Eric Leinung, der den HV Lok, wie bereits erwähnt, in Führung warf. Aus dem 25:25 zehn Minuten vor dem Ende wurde ein 28:25. Weil bei den Schönhäusern danach gar nichts mehr zusammen lief (bis zum Spielschluss traf nur noch Niels Wrogemann), fiel der Heimsieg der Rolandstädter unterm Strich etwas zu deutlich aus.

„Wir haben unser spielerisches Potential gegen Ende hin besser ausgespielt“, fand Jörg Mahlich. Das war zwar zu Beginn der ersten Halbzeit auch der Fall, wie die 11:7-Führung in der 17. Minute belegt, danach ließ Stendal die Zügel allerdings wieder etwas schleifen und lag zu Beginn des zweiten Durchgangs durch ein Tor von Matthias Matzke sogar mit 14:15 im Hintertreffen. „Stendal stand sich zu diesem Zeitpunkt selbst im Weg“, erklärte Steffen Arndt. Doch die Mannschaft wachte gerade noch rechtzeitig wieder auf.

• HV Lok Stendal (Tore): Kurze, Kalkowski, Vogel - Schumann (2), Leinung (9), Hepper (1), Bernert (3), Rosentreter (4), Hentschke (6), Klein (1), Mehlich, Zürcher (4), Lemme (3).

• Preußen Schönhausen: St. Skirat, Stein - Ziehm (1), Th. Matzke (7), M. Matzke (4), Kurth (4), Arndt, Müller (3), Waclawczyk, Wrogemann (3), Sv. Skirat (1), Ehrke (3).

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